Bewerbung mit oder ohne Anschreiben? In diesen 9 Fällen ist es wichtig

Reicht eine Bewerbung ohne Anschreiben? Diese Frage stellen mir nicht nur viele Bewerber/innen im Coaching, sondern sie treibt heute auch etliche Arbeitgeber für ihre Recruiting-Prozesse um. In Zeiten des Fachkräftemangels soll der Verzicht auf ein Anschreiben die Bewerbungshürden senken. Doch ich sehe bei meiner Arbeit mit Jobwechslern, dass es viele von ihnen allein mit ihrem Lebenslauf nicht in die nächste Runde schaffen. Formulieren sie ein Begleitschreiben, das Klarheit schafft und einen Mehrwert über ihren Lebenslauf hinaus bietet, dann folgen die Einladungen. Hier sind 9 Wechselsituationen, in denen ein Anschreiben heute noch besonders wichtig ist.

Anschreiben ohne echten Mehrwert braucht kein Mensch

Für immer mehr Arbeitgeber reicht heute ein Lebenslauf aus, um mit möglichst vielen Kandidaten niedrigschwellig ins Gespräch zu kommen. Sie wissen, dass Jobwechslern das Anschreiben schwerfällt, sie nervt und womöglich sogar davon abhält, sich auf eine Ausschreibung zu bewerben. Und ich verstehe jeden Recruiter, der Anschreiben für völlig überflüssig hält. Denn die meisten heutigen Motivationsschreiben sind nicht mehr als eine Mischung aus bekanntem Lebenslauf in Textform, überheblicher Selbstbeweihräucherung, kopierter Keywords aus der Stellenausschreibung sowie zur Abrundung etwas Schleimerei über diesen Traumarbeitgeber abgeschrieben von den Karriereseiten.

Wo und wann Sie eine Stellenanzeige gefunden haben, dass Sie eine neue Herausforderung suchen, natürlich nur Sie die/der Beste für diesen in der Stellenausschreibung viel zu schwammig beschriebenen Job sind und warum ausgerechnet Sie sich exklusiv für diesen Arbeitgeber interessieren, das interessiert wirklich niemanden. Ebenso interessiert es Personaler/innen nicht, wofür der eigene Arbeitgeber steht, welche Werte dort zählen (jedoch in Wahrheit nicht gelebt werden) und mit welchen Herausforderungen eine ganze Branche zu kämpfen hat – und selbstredend Sie die besten Lösungen hierfür parat haben. Nein, dies alles sind Null-Informationen oder Bullshit-Floskeln, die keinem Leser einen Mehrwert für die Entscheidung bieten, Sie zum Bewerbungsgespräch einzuladen. Solche Anschreiben sind definitiv Zeitverschwendung – für beide Seiten.

Das Anschreiben abzuschaffen, ist populär, aber dumm“ habe ich 2018 auf XING getitelt. Ich bin nach wie vor dieser Meinung und bleibe daher ein absoluter Verfechter von Anschreiben (oder anderen Formaten als Ergänzung zum Lebenslauf) – jedoch mit anderen Inhalten. Denn ich sehe im Coaching, dass es häufig neben einer Überarbeitung des Lebenslaufs vor allem das „neue“ Anschreiben ist, das nach vielen erfolglosen Bewerbungen zu Gesprächseinladungen führt. Besonders in solchen Fällen, in denen der Lebenslauf allein nicht ausreicht, um eine gute Entscheidung auf Arbeitgeberseite zu treffen. Weil wichtige Informationen fehlen oder das Gesamtbild zu schwer greifbar ist, die Wechselmotivation unklar ist oder schlicht zu viele Fragezeichen in den Köpfen eines Lesers entstehen.

Ob Sie Ihre Bewerbung mit oder ohne Anschreiben versenden, sollte daher weniger der Wunsch eines Arbeitgebers sein, sondern vielmehr Ihre eigene Kommunikationsstrategie. Als Bewerber oder Bewerberin für einen Ausbildungsplatz oder eine Trainee-Stelle nach dem Bachelor mit Anfang 20 reicht vermutlich Ihr knapper Lebenslauf aus. Als 39-jährige Controllerin mit 20 Jahren rotem BWLer Controlling-Faden im Lebenslauf werden Sie für eine neue Controlling-Stelle auch ohne ein großartiges Anschreiben eingeladen. Doch oft – und in meiner Wahrnehmung immer häufiger – sind Lebensläufe als der Lauf eines beruflichen Lebens eben nicht mehr so geradlinig und auf den ersten Blick für einen Leser erfassbar.

In diesen Fällen empfehle ich ein Anschreiben als Ergänzung zum Lebenslauf. Nicht als nichts sagendes 08/15-Anschreiben, wie ich es oben durch den Kakao gezogen habe, sondern mit wertvollen Zusatzinformationen über Sie als Mensch hinter einem Lebenslauf. Für mehr Klarheit für Personalentscheider/innen und auch für Sie als Selbstschutz, nicht aus Versehen im falschen Job oder unpassendem Arbeitsumfeld zu landen. Hier sind neun Wechselsituationen und Lebenslauf-Typen, bei denen Sie lieber nicht freiwillig auf ein Anschreiben verzichten sollten:

Bewerbung mit oder ohne Anschreiben? 9 Wechselsituationen, in denen es Klarheit schafft

1. Branchenwechsel und Quereinstieg

Jeder Quereinsteiger passt per Definition nicht zu einer Stellenausschreibung und den darin geforderten Qualifikationen. Wer 15 Jahre im Controlling tätig war und während der Corona-Zeit sein Talent für Kreativität entdeckt hat und nun etwa ins Marketing bei der Deutschen Bahn einsteigen möchte – die sich ja ausgesprochen offen für Quereinsteiger/innen aller Art zeigt, der wird dennoch nur mit seinem Lebenslauf auch dort kaum eine Chance haben. Schließlich macht HR (oder der vorgeschaltete Algorithmus) einen guten Job, die am besten passenden Lebensläufe anhand definierter Kriterien zu einer zu besetzenden Position herauszufiltern. Die Lebensläufe von Quereinsteigern können – ohne zusätzliche Informationen – niemals passen. Auch wenn sich viele Arbeitgeber heute offen für Quereinsteigern zeigen, so habe ich den Eindruck, dass schon bei der ersten Auswahlentscheidung doch zur Sicherheit lieber jene Kandidaten mit der offensichtlicher passenden Lebenslauf-Vergangenheit bevorzugt werden. Ein Anschreiben kann hier nicht nur für mehr Klarheit sorgen, sondern Recruiter/innen auch auf die formale Nicht-Passung aufmerksam machen und sie damit bewusster mit anderem Blick hinschauen lassen.

2. Downshifting

So viele Führungskräfte sitzen mir in den letzten Jahren im Coaching gegenüber, die erkannt haben, dass Karriere, Status, Erfolg und Geld nicht alles für sie im Leben sind. Sie selbst sind für sich glasklar in ihrer Entscheidung, Verantwortung und auch Einkommen abgeben zu wollen. Sie wissen, dass sie dieser Schritt zurück auf der Karriereleiter wieder zu mehr Zufriedenheit im Beruf führen wird. Doch wie kommt allein der Lebenslauf des bisherigen „Head of Sales“ bei einem Personaler an, der die Stelle als „Mitarbeiter Vertriebsinnendienst“ zu besetzen hat? Jeder Lebenslauf eines Downshifters erzeugt Fragezeichen: Ist er/sie nicht mehr belastbar oder sogar krank gewesen? Möchte da jemand mit 50+ jetzt eine ruhige Kugel schieben? Oder war er/sie etwa in der Führungsposition überfordert? Alles dies kann ein Lebenslauf allein nicht beantworten, sondern nur der Blick in die Zukunft kann Klarheit über diesen Schritt schaffen.

3. Viele Wechsel in letzter Zeit

Ich sehe häufig Lebensläufe, in denen jemand sehr viele Jahre bei einem Arbeitgeber war – oftmals seit dem Studium oder einer Ausbildung – und dann viele kurze Stationen aufgeführt sind. Mal ein Jahr hier, zwei Jahre dort, auch mal in der Probezeit wieder raus und ein halbes Jahr Lücke zwischen zwei Jobs. Ich persönlich finde das nicht schlimm – ganz im Gegenteil verbirgt sich hier massig an wertvollen Erfahrungen, doch natürlich wirft dies viele Fragen bei Entscheidern auf Arbeitgeberseite auf: Was ist los mit ihm/ihr? Warum kommt er/sie nicht wieder bei einem neuen Arbeitgeber an? Werden wir die nächste kurze Station sein – und lohnt sich die Einarbeitung? Antworten hierauf kann nur ein Lebenslauf nicht geben. Hierbei geht es für mich nicht um eine Rechtfertigung, sondern um das Ansprechen des Offensichtlichen sowie auch hier den stärkeren Blick in die berufliche Zukunft.

4. Kündigung in der Probezeit

Neulich las ich den Lebenslauf eines jungen Mannes, der nach seinem Studium zweimal in der Probezeit die Kündigung erhalten hatte. Im Termin erfuhr ich die Hintergründe und sie hatten in beiden Fällen nichts mit ihm und seinen Leistungen zu tun, sondern er hatte einfach Pech gehabt und war von Insolvenzen und Restrukturierungen betroffen. „Ich habe jetzt 50 Bewerbungen ohne Erfolg verschickt, werde ich mit diesem Lebenslauf jemals wieder eine Chance haben?“ fragte er mich. Ja, allein dieser Lebenslauf wird bei vielen Personalern zu Fragezeichen und Vorsicht führen. Im Anschreiben haben wir die Probezeitkündigungen offen thematisiert – und die Gesprächseinladungen folgten.

5. Lange Zeit bei einem Arbeitgeber

Seit der Ausbildung 30 Jahre bei einem Arbeitgeber und jetzt – mit Anfang 50 – gekündigt. Auch diese Bewerberinnen und Bewerber sitzen mir häufig im Coaching gegenüber. Weil sie lange keine Bewerbungen schreiben mussten und nicht wissen, was heute Standard ist. Und weil sie oftmals bereits erfahren haben, dass ihr Lebenslauf bei Personalern zu viele kritische Fragen aufwirft: Was ist dort vorgefallen? Wird er/sie sich nach so langer Zeit noch in andere Strukturen und Prozesse bei einem neuen Arbeitgeber einfinden können? Zudem ist vielen Jobwechslern nicht mehr bewusst, was ihr Erfahrungswissen nach so langer Zeit bei einem Arbeitgeber ausmacht – es ist doch schließlich alles so normal. Auch dies im Rahmen der Arbeit an einem Anschreiben selbst zu reflektierten, bewirkt oft Wunder.

6. Von der Selbständigkeit in ein Angestelltenverhältnis

Hier geht es nicht um den Interim-Job zwischendurch oder die Freiberuflichkeit zur Kaschierung einer längeren Arbeitslosigkeit. Wer über Jahre zuletzt selbständig oder als Unternehmer tätig war und nun die Entscheidung trifft, wieder in ein festes Angestelltenverhältnis zu wechseln, dessen Lebenslauf wird kritisch beäugt: War er/sie mit der Selbständigkeit nicht erfolgreich? Geht es ihm/ihr nur um das sichere Pöstchen für die Aufstockung der Rente? Wird er/sie die lieb gewonnene Freiheit aufgeben und sich in die Organisation einfügen können? Fragen, die auch hier allein der Lebenslauf nicht beantworten kann.

7. Viele oder lange Zeiten ohne Beschäftigung

Wer auffällig viele oder längere Lücken im Lebenslauf hat, bei dem fangen Recruiter mit dem Rechnen an. Denn was vielleicht auf den ersten Blick nach langer Berufserfahrung aussieht, reduziert sich durch die Zeiten ohne Beschäftigung. „Warum hat jemand so lange Zeit zwischen zwei Jobs gesucht?“ oder „War das eine Jahr Auszeit wirklich ein Sabbatical oder ist hier jemand schwer erkrankt gewesen?“ Auch wenn sich solche wilden Hypothesen immer in Luft auflösen, sobald ich die Geschichten hinter einem Lebenslauf erfahre, so kann ich keinem Recruiter solche Gedanken auf den ersten Blick verdenken. Auch solche Lebensläufe allein haben schnell die Absage zur Folge und auch hier gilt; Wer das Offensichtliche unaufgeregt selbstbewusst im Anschreiben anspricht, vermittelt Vertrauen und gibt Lesern mehr Sicherheit bei ihrer Auswahlentscheidung.

8. Generalisten mit buntem Lebenslauf

Über Generalisten habe ich schon oft geschrieben. Das Grundproblem der vielseitig interessierten und breit erfahrenen „Alles-etwas-und-nichts-richtig-Könner“ liegt in der Wechselsituation darin, dass sie selbst für sich keine klare Zielposition definieren können sowie ihre Lebensläufe keinen roten, sondern kunterbunten Faden präsentieren. Dies macht sie für neue Arbeitgeber auf den ersten Blick schwer greifbar. Auch hier verstehe ich Recruiter, die sich lieber sicher für den geradlinigen Kandidaten entscheiden, statt sich in den komplizierten Lebenslauf eines Generalisten hineinzudenken – geschweige denn die bunten Fäden im Gespräch entwirren zu wollen. Ein grober Fehler aus meiner Sicht, denn für viele heutige Positionen – etwas im Projekt- oder Consulting-Umfeld – halte ich Generalistinnen und Generalisten für die besser geeigneten Kandidaten. Auch hier zeigt sich, dass ein gutes Anschreiben für jene Klarheit sorgen kann, die Recruiter benötigen, um einen bunt gemischten und mitunter auch unübersichtlichen Generalisten-Lebenslauf leichter zu begreifen.

9. Jobwechsel Ü50

Ein Großteil meiner Klientinnen und Klienten fällt in diese Kategorie. Sie möchten mit Anfang/Mitte 50 noch einmal etwas im Beruf verändern – schließlich wissen sie als alte Hasen mit reichlich Erfahrung in diesem Alter, was ihnen persönlich wichtig ist, im Job Freude macht und welches Arbeitsumfeld ihnen guttut. Manchmal ist es der Branchenwechsel, ein Quereinstieg oder auch ein Downshifting. Oftmals geht es auch nur um den gezielten Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber, der besser passt. Und natürlich ist es auch häufig eine Kündigung oder die Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrags, die sie zum Wechsel zwingt. Wer mit so viel Erfahrung wechselt, hat oft sehr konkrete Vorstellungen über und Erwartungen an einen neuen Job und Arbeitgeber. Es geht ihnen um die Gestaltung der Zukunft, die allein durch die Vergangenheit in einem Lebenslauf nicht vermittelt werden kann.

Wer auf Anschreiben verzichtet, steht sich selbst im Weg

Ein gutes Anschreiben schafft als Begleitbrief einen wichtigen Mehrwert über den Lebenslauf hinaus. Arbeitgeber, die keine Anschreiben mehr wünschen, müssen Auswahlentscheidungen ausschließlich auf Basis der Vergangenheit eines Menschen treffen – denn mehr sagt ein Lebenslauf nicht aus. Doch bei jeder Neubesetzung einer Position geht es naturgemäß um die Zukunft. Auch wenn der Verzicht auf ein Anschreiben die Hürden für eine Bewerbung senken mag, werden solche Arbeitgeber in der Konsequenz nicht nur mehr Erstgespräche mit unpassenden Kandidaten führen, sondern es werden ihnen vor allem viele Talente durch die Lappen gehen, deren Lebensläufe auf den ersten Blick nicht passen.

Wer auf der anderen Seite als Jobwechsler aus Bequemlichkeit oder eigener fehlender Klarheit auf ein Anschreiben verzichtet, verspielt die Möglichkeit, einem potenziellen neuen Arbeitgeber wichtige Informationen über sich als Mensch und die Rolle im Team, die aktuelle Wechselsituation sowie über die eigenen Werte im Beruf und Vorstellungen über die berufliche Zukunft für eine gute Entscheidung mit an die Hand zu geben. Wer möchte schon gerne nur auf seine Vergangenheit reduziert werden?

Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie solch einen Begleitbrief als Ergänzung zu Ihrem Lebenslauf mitschicken, selbst wenn ein Arbeitgeber kein Anschreiben mehr verlangt. Für die obigen neun Fälle ist meine eindeutige Empfehlung, dies zu tun. Denn je mehr Klarheit Sie in diesen Wechselsituationen schaffen, desto höher ist Ihre Chance, eine Runde weiter ins Gespräch zu kommen. Dies gilt umso mehr, je digital automatisierter Recruitingprozesse und damit schematisch oberflächlicher der erste Blick auf Ihre Bewerbung werden.

Anschreiben 2.0: Tipps zu Aufbau und Inhalt

Haben auch Sie sich in einer der obigen neun Situation wiedererkannt und möchten sich jetzt an die Formulierung Ihres (anderen) Anschreibens setzen? In den folgenden Beiträgen finden Sie meine Erfahrungen und Tipps aus der Coaching-Praxis, was ein wirkungsvolles, Klarheit schaffendes Anschreiben ganz ohne 08/15-Floskel-Gelaber ausmacht:

Einstieg ins Anschreiben: Sagt doch einfach, was Sache ist
Beispiele für Einleitungssätze und den klaren Start ins Anschreiben

Bewerbung schreiben: 5 Tipps für mehr Pepe im Anschreiben
Struktur und Beispiele für Formulierungen im Anschreiben

Floskeln in der Bewerbung: Was im Anschreiben nichts zu suchen hat
Auf diese Null-Botschaften und Bullshit-Floskeln können Sie locker verzichten

Mal ehrlich! Diese Bewerbung würde jeden Personaler umhauen
Mein übertrieben (!) ehrliches Anschreiben – oder: Was Bewerber gerne alles schreiben würden

Bewirb Dich jetzt! So antworten Sie auf eine Du-Stellenanzeige
Im Anschreiben duzen oder siezen, wenn die Stelle per Du ausgeschrieben ist?

Gehaltsvorstellung in der Bewerbung – so ermitteln Sie Ihren Marktwert
Links zu Gehaltsvergleichen, Formulierung der Gehaltsvorstellung im Anschreiben

Initiativbewerbung: So klopfen Sie bei Ihrem Wunsch-Arbeitgeber richtig an
Was Sie für ein Anschreiben als Initiativbewerbung beachten sollten

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihre nächsten Bewerbungen – ob mit oder ohne Anschreiben. Was sind Ihre Erfahrungen als Jobwechsler/in oder auch als Personaler/in? Welche Relevanz haben Anschreiben heute für Sie als Bestandteil einer Bewerbung? Ich freue mich auf Ihre Meinungen und Erfahrungen unten in den Kommentaren.

(Titelbild: 123rf.com, #123797433, elenabatcova)

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Dr. Bernd Slaghuis

Ich arbeite als Karriere- und Business-Coach in Köln und habe mich auf Themen rund um die Karriereplanung und berufliche Neuorientierung spezialisiert. Mit Bewerbern arbeite ich an ihrer Bewerbungsstrategie, der Optimierung ihrer Unterlagen sowie der Vorbereitung auf Gespräche. Führungskräfte unterstütze ich, zu einer gesunden Grundhaltung zu finden. Ich bin SPIEGEL-Kolumnist, XING Insider (Auszeichnung als "XING Top-Mind") sowie Co-Autor des Buchs "Besser arbeiten".

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Hallo Herr Slaghuis,

    ich bin gestern bei Xing über einen Ihrer Artikel „gestolpert“ und schaue mich hier gerade ausgiebig auf Ihrer Website um. Ich bin schier begeistert! Sie sprechen mir so sehr aus der Seele und zeigen mir, dass ich so falsch mit meiner Einstellung zu Lebenslauf und Anschreiben nicht liegen kann.

    Um auf Ihren heutigen Beitrag zu kommen: ich bin ein riesen Fan von Anschreiben und sehe darin nicht nur die Chance meines künftigen oder weiteren Lebens, sondern momentan auch die einzige Möglichkeit, einen Job zu finden, da gleich drei der genannten Situationen auf mich zutreffen.

    Aktuell experimentiere ich mit Offenheit im Anschreiben und bin gespannt. Meist telefoniere ich im Vorfeld und lege meine Situation bzw. die Stolpersteine der jüngsten Stationen im Lebenslauf kurz dar, teilweise auch ungeschönt. Ich habe öfter die positive Erfahrung gemacht, dass, ich trotzdem meine Bewerbung oder einfach nur meinen Lebenslauf samt Anschreiben schicken dürfte und gleichzeitig auch einen Ansprechpartner hatte. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass manche Personaldienstleister viel Verständnis aufbringen und habe den Eindruck, dass es zumindest nicht schadet.

    Ich bin noch nicht jeden angegebenen Link durchgegangen, möchte aber dennoch gerne von Ihnen wissen, sofern es jetzt nicht zu sehr ins persönliche Coaching geht, ob es nicht legitim ist, im Anschreiben erklärend bzw. rechtfertigend auf die letzten drei Jahre vom Lebenslauf einzugehen ohne Gefahr zu laufen dass es negativ als Wiedergabe des Lebenslaufs aufgenommen wird? Und darf ich „negative“ Wörter wie „leider“ verwenden, wenn ich im Nachhinein erkannt habe, dass ich meine Kündigung bei einem bestimmten Arbeitgeber sehr bedaure? Und wie erkläre ich ganz kurze Stationen (3x 1-2 Monate im darauffolgenden selben Jahr) bei denen ich 2x hintereinander gekündigt wurde?

    Das waren jetzt doch mehr Fragen als vielleicht in einem einfachen Kommentar „erlaubt“ sind, der nach Erfahrungen fragt. Bitte entschuldigen Sie meine Fragen, die vielleicht zu weit gehen sowie diese ewiglange spontane Reaktion auf Ihren Artikel. Sie dürfen den Kommentar gerne kurzen, falls Sie ihn im Blog veröffentlichen.

    Ich freue mich einfach so, im richtigen Moment auf Ihre Website/Blog gestoßen zu sein! Vielen Dank dafür!

    Janina Maria Junker

  2. Als erfahrener Bewerbungscoach muss ich sagen, dass das wie immer den Nagel auf den Kopf trifft. Danke für die immer guten Beiträge.
    Immer sehr vernünftig und zeitgemäß.

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