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Bewerbungsgespräch: Diese 9 Peinlichen „Fauxpas“ Darfst Du Dir Erlauben

Bewerbungsgespräch: Diese 9 peinlichen „Fauxpas“ darfst du dir erlauben

Hast du eine Einladung zum Bewerbungsgespräch erhalten, dann gehen dir wahrscheinlich auch Gedanken wie diese durch den Kopf: Wie verhalte ich mich richtig? Was soll ich vorbereiten? Was ist, wenn ich einen Fehler mache und den Job nicht bekomme? Ja, Vorstellungsgespräche machen vielen Bewerbern Angst. Und so findest du etliche Ratschläge, welche No-Gos, Fauxpas oder Fehler du auf keinen Fall machen darfst. Statt Angst zu schüren möchte ich dich lieber ermutigen, mit mehr Selbstbewusstsein, Offenheit und Neugierde in die Gespräche mit deinem vielleicht neuen Arbeitgeber zu gehen. Also, diese 9 „Fauxpas“ darfst du dir ruhig erlauben:

1. Du pfeifst auf die vielen Benimmregeln und verhältst dich einfach normal

Soeben habe ich sie wieder entdeckt, die Benimmregeln fürs Vorstellungsgespräch. Was du als Bewerber anzuziehen hast, wer wem zuerst die Hand bei der Begrüßung reicht, wie der Kaffee getrunken wird und du die Beine übereinander zu schlagen hast. Über diesen Benimm-Krampf, der sich längst in den Köpfen vieler Bewerber eingenistet hat, habe ich schon hier und drüben auf XING geschrieben.

Wer sagt eigentlich, dass du dich im Vorstellungsgespräch nicht benehmen kannst? Oder würdest du etwa auf die Idee kommen, mit zerrissener Jeans ins Gespräch zur Deutschen Bank zu fahren? Würdest Du als Bewerberin dein schrillstes Party-Make-up auflegen oder im Minirock aufschlagen? Würdest Du deinen neuen Chef mit Ghettofaust und einem „Hey Alter, was geht?“ begrüßen? Oder würdest Du nach einem Gin-Tonic fragen, wenn dir nur ein Wasser angeboten wird? – Wohl kaum.

Es geht im Bewerbungsgespräch doch darum, dass sich beide Seiten wirklich kennenlernen. Also begehe ruhig diesen „Fauxpas“ und sei so, wie du ganz normal auch bisher mit deinem alten Chef oder den Kollegen umgegangen bist. Warum ich nicht sage, dass Du authentisch sein sollst, erfährst Du hier. Und falls du einfach keinen Kaffee magst, darfst du ihn dankend ablehnen und nach einem Wasser fragen.

2. Du kannst deine Selbstpräsentation nicht auswendig aufsagen

Ich bekomme oft Anfragen von Bewerbern, die mit mir an ihrer Selbstpräsentation arbeiten möchten. Wenn sie dann bei mir sind, sagen sie auf, was sie sich vorher zurechtgelegt haben. Auf mich wirkt das komisch, wenn aus dem sympathischen Menschen, mit dem ich eben noch ganz normal gesprochen und wir zusammen gelacht haben, plötzlich ein emotionsloser und steifer Bewerber wird, der wie ein großes Schulkind brav sein Gedicht aufsagt.

Also, begehe ruhig diesen „Fauxpas“ und lerne die Selbstpräsentation nicht auswendig. Schreibe dir als Vorbereitung besser nur Stichpunkte auf, die dir für deine Kurz(!)-Vorstellung wichtig sind. Wo bist du aufgewachsen, was hast du gelernt oder studiert, was zeichnet deine Berufserfahrung aus und wofür interessierst du dich? Vielleicht gelingt es dir sogar, dass es gleich ein richtiges Gespräch als Dialog über deinen Werdegang wird und du keinen Monolog über deine Vergangenheit referierst. Ist dir eigentlich bewusst, dass sich niemand besser mit deinem Leben auskennt, als du selbst?

3. Du überraschst deine Gesprächspartner mit zu ehrlichen Antworten

„Was sind Ihre Schwächen?“ – „Perfektionismus, Ungeduld und Schokolade.“ – Nicht lustig! Auch du kennst sicher die angeblich besten Antworten auf die kniffeligsten Fragen aus den Bewerbungsratgebern. Auch schön: „Warum möchten Sie bei uns arbeiten?“ – „Ich suche eine neue Herausforderung und die Stelle hat mein großes Interesse geweckt.“ – Ach was! Wie soll dein Gegenüber etwas über dich als Mitarbeiter/in mit deinen Kompetenzen und Stärken und dich als Menschen mit seiner Persönlichkeit erfahren, wenn du aus Angst zu viel zu verraten nur mit nichtssagenden Floskeln antwortest, die zudem jeden Personaler nur noch langweilen?

Also, begehe unbedingt diesen „Fauxpas“ und sage, was dir wichtig ist, was dich fachlich und persönlich auszeichnet und sprich aus, was dir an Fragen im Gespräch durch den Kopf geht. Natürlich ist es deine Entscheidung, wie weit du die Hosen runter lässt und was du über dich preisgeben möchtest. Doch gibst du deinem Gegenüber überhaupt keine Chance, dich kennenzulernen, wie kann er dann beurteilen, ob du zum Chef passt oder mit dem bestehenden Team gut auskommen wirst? Denn wer kauft schon gerne die Katze im Sack?

4. Du lüftest das Geheimnis, warum du den Arbeitgeber wechseln musst

Hast du auch Angst davor, gefragt zu werden, warum du deinen alten Arbeitgeber verlassen musst oder möchtest?  Vermutlich, weil du auch gelernt hast, dass du nicht schlecht über den Ex-Arbeitgeber sprechen sollst. Weil es nicht gut ankommt, den alten Chef als Niete oder die Kollegen als Nervensägen zu betiteln. Ja, so ist es. Denn auch dein neuer Arbeitgeber kann sich gleich in buntesten Farben ausmalen, wie du irgendwann womöglich über ihn sprechen wirst.

Dennoch kannst du auch diesen „Fauxpas“ begehen, solange du deinen alten Arbeitgeber nicht durch den Dreck ziehst. Wenn du keine Entwicklungsperspektiven mehr gesehen hast, dir mit der Zeit langweilig geworden ist, du nach einigen Jahren Lust hattest auf neue Themen oder eine ganz andere Branche oder vielleicht aus betriebsbedingten Gründen gekündigt worden bist – was spricht dagegen, dies so zu sagen? Selbst wenn dein alter Chef der strengste Kontroll-Freak war und du dich eingeengt gefühlt hast, kannst du auch dies positiv mit Blick in die Zukunft zum Ausdruck bringen: „Mir sind Freiräume bei der Gestaltung meiner Arbeit sehr wichtig, das hatte ich bei meinem letzten Arbeitgeber zu wenig.“ Du schaffst so nicht nur Klarheit über deine Wechselmotivation, sondern auch darüber, was du in Zukunft benötigst, um gut arbeiten zu können.

5. Du stellst Fragen, auf die deine Gesprächspartner keine Antworten parat haben

Einer meiner Klienten hat einmal seinen zukünftigen Chef gefragt, wie er seinen Führungsstil beschreiben würde – und ihn damit sichtlich überfordert. Eine Bewerberin interessierte es, welche Strategie das Unternehmen für die nächsten Jahre verfolgt und ob es ein offizielles Strategiepapier gibt. Nachhaltigkeit und ein fester Rahmen waren ihr sehr wichtig. Eine befriedigende Antwort erhielt sie auf ihre Frage nicht – und entschied sich gegen diesen Arbeitgeber.

Also, begehe ruhig diesen „Fauxpas“ und traue dich, auch solche Fragen zu stellen, die für dich und deine Job-Entscheidung super wichtig sind, selbst wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Gegenüber darauf souverän antworten kann. Es muss dir nicht unangenehm sein, wenn (auch) deine Gesprächspartner ins Schwimmen kommen – solange du sie nicht bewusst bloßstellst. Beide Seiten haben das Recht, alle Fragen zu stellen, deren Antworten für sie wichtig sind.

6. Du stellst klar, was Du im neuen Job brauchst, um gut arbeiten zu können

„Darf ich denn sagen, dass ich mich mit den Produkten identifizieren können muss?“, fragte mich ein Bewerber im Bereich Vertrieb, nachdem ich mit ihm an seinen wichtigsten Werten im Beruf gearbeitet hatte. „Darf ich sagen, dass ich Entscheidungsspielräume bei der Aufgabenerledigung brauche?“ Viele Bewerber haben Angst davor, eine Erwartungshaltung ihrem neuen Arbeitgeber gegenüber auszusprechen, die sie als unverschämt oder arrogant wirken lassen könnte.

Diesen „Fauxpas“ solltest du auf jeden Fall begehen, denn nur so erfährt dein neuer Arbeitgeber, was dir wichtig ist und kann selbst beurteilen, ob er dir die Arbeitsumgebung und den Rahmen bieten kann, den du benötigst, um im Team gute Leistungen zu erbringen und am Ende auch motiviert und gesund zu bleiben. Klar, dass es hier nicht um die überzogene Gehaltsforderung oder den fetten Dienstwagen geht. Doch selbst wenn dir eine angemessene Bezahlung als Wertschätzung deiner Arbeit extrem wichtig ist, solltest du auch dies frühzeitig zum Ausdruck bringen, um im Gespräch Klarheit zu schaffen.

7. Du möchtest vorher das Team kennenlernen und deinen neuen Arbeitsplatz sehen

„Wir dulden bei uns im Haus keinen Bewerber-Tourismus“, soll ein Personaler einmal als Antwort gesagt haben. Für mich wäre das Gespräch damit beendet gewesen. Für viele Bewerber ist es extrem wichtig, ihren zukünftigen Arbeitsplatz zu sehen und sich auch einen ersten Eindruck von den Kollegen zu verschaffen. Ich rate allen Jobwechslern, denen Kollegialität enorm wichtig ist, im zweiten oder dritten Gespräch – wenn also beide Seiten großes Interesse an einer Anstellung haben, nach einem Probearbeitstag zu fragen, um ein gutes Gefühl für die Arbeitsatmosphäre sowie das Team zu bekommen.

Also, wenn es dir auch nicht egal ist, wo und mit wem du in den nächsten Jahren 8 Stunden und mehr am Tag verbringst, dann begehe auch diesen „Fauxpas“.

8. Du lässt dich auf ein lockeres Gespräch ein und es macht dir sogar Spaß

Small-Talk zu Beginn des Bewerbungsgesprächs ist ok – ja sogar ein Muss, das hast du bestimmt auch in den Ratgebern schon gelesen. Doch dann muss es um den Ernst der Sache gehen, ein Bewerbungsgespräch ist ja schließlich kein Vergnügen, oder? Eine junge Bewerberin beichtete mir, dass sie sich bei einem Telefoninterview richtig gut mit der etwa gleich alten Personal-Referentin verstanden habe und sie im Gespräch sogar über private Dinge ins Plaudern kamen und es richtig nett war – doch wenig später kam die Absage. Sie führte es auf das zu lockere Gespräch zurück.

Ich bin der Meinung, Sie dürfen froh sein, wenn Ihnen dieser „Fauxpas“ widerfährt. Es gibt doch nichts besseres, als mit einem Gesprächspartner auf einer Wellenlänge zu sein und sich entspannt unterhalten zu können. Wer sagt, dass ein gutes Bewerbungsgespräch nur ernst und stocksteif sein muss? Wer sagt, dass nicht auch mal gemeinsam gelacht werden darf? Mein Buch-Tipp: Wer es leicht nimmt, hat es leichter.

9. Du gibst nach dem Gespräch zu, dass es nicht passt und du den Job nicht willst

Du sitzt im Gespräch und nach einer Stunde ist für dich klar: Mit dieser Chefin wird das nichts! Oder die Aufgabe entpuppt sich als eine völlig andere als in der Stellenanzeige beschrieben und deine Lust darauf hat sich im Gespräch in Luft aufgelöst. Doch als Bewerber sagen, dass es nicht passt? – das darf man doch nicht! Eine typische Denkweise von Bewerbern in Bittsteller-Haltung.

Du ahnst es bereits, auch diesen „Fauxpas“ solltest du begehen, denn er bewahrt dich davor, einen Job anzunehmen, auf den du eigentlich keine Lust hast. Ein Bewerbungsgespräch ist ein Treffen, bei dem sich beide Seiten darüber Klarheit verschaffen dürfen, ob eine Zusammenarbeit in den nächsten Jahren sinnvoll ist. Kommst Du im Verlauf der Gespräche zu der Erkenntnis oder dem Bauchgefühl, dass es nicht passt, dann solltest du dies zunächst für dich hinterfragen und im Anschluss auch deinen Gesprächspartnern gegenüber zum Ausdruck bringen, was dich bewegt.

Fauxpas im Bewerbungsgespräch? – Gibt’s doch gar nicht!

Wenn du bis hierher gelesen hast, dann hast du womöglich bemerkt, dass ich der Meinung bin, dass es eigentlich keine schlimmen Fauxpas, Fettnäpfchen, Fehltritte oder Missgeschicke in Vorstellungsgesprächen gibt.

Natürlich ist es unangenehm, wenn du den Inhalt aus deinem Glas Wasser vor Aufregung einmal über dem Tisch verteilst oder du inmitten des Gespräches bemerkst, morgens zwei verschiedenfarbige Socken angezogen zu haben. Natürlich ist es für dich als Bewerber eine schwierige Situation, wenn du erkennst, dass dein Gegenüber mit einer Frage von dir überfordert ist und natürlich ist es schwierig, die Kündigung deines letzten Arbeitgebers als Wechselgrund positiv zu verkaufen.

Doch ein Fauxpas entsteht immer erst aus einer Bewertung von Verhalten oder Gesagtem sowie dem Gefühl, das sich bei dir oder den Menschen in deinem Umfeld auf Basis dessen einstellt. Deine Haltung und persönliche Einstellung entscheidet darüber, ob etwas peinlich ist oder nicht.

Mein Tipp: Sprich das Offensichtliche an, statt Panik zu bekommen und etwas krampfhaft überspielen zu wollen. Das entspannt die Situation meist schlagartig und du zeigst, dass du souverän damit umgehen kannst. „Wissen Sie, zu Vorstellungsgesprächen ziehe ich immer eine schwarze und eine blaue Socke an, das bringt Glück.“ ;-)

In welche „Fettnäpfchen“ bist du im Bewerbungsgespräch schon getreten und wie bist du damit umgegangen? Ich bin gespannt auf Deine Erlebnisse unten als Kommentar …

(Bildquelle: gratisography.com)

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Dr. Bernd Slaghuis

Ich arbeite als Karriere- und Business-Coach in Köln und habe mich auf Themen rund um die Karriereplanung und berufliche Neuorientierung spezialisiert. Mit Bewerbern arbeite ich an ihrer Bewerbungsstrategie, der Optimierung ihrer Unterlagen sowie der Vorbereitung auf Gespräche. Führungskräfte unterstütze ich, zu einer gesunden Grundhaltung zu finden. Ich halte Vorträge, gebe Seminare, moderierere Workshops und schreibe außerhalb dieses Blogs für diverse Karriere- und Management-Magazine.

Dieser Beitrag hat 12 Kommentare
  1. Wieder mal eine offene Tür eingerannt.
    Ich sehe darin auch keine Fehler. Schließlich geht es darum, dass es für beide Seiten passt. Von diesen Theaterspielereien hat keiner was. Wenn ein Arbeitgeber darauf pikiert reagiert, dann passt es eben nicht.
    Ich stimme voll mit den Aussagen überein.

  2. Da steckt viel Wahrheit drin. Ich (ungekündigt) habe mich nie verstellt bei Vorstellungsgesprächen und auf jede Bewerbung eine Einladung bekommen. Aber ich stelle fest: Man ist in einigen Branchen nicht bereit, für gute Arbeit auch vernünftige Gehälter zu zahlen. Trotz Fachwissen und Erfahrung. BILLIG ist zu oft das Gebot der Stunde….

  3. Mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Ich persönlich hab‘ noch nie irgendwas auf diese ganzen Bewerbungsratgeber und -tipps gegeben und bin bislang damit richtig gut gefahren.
    Allein schon meine unkonventionelle Form der Bewerbung hat mir schon einige Türen geöffnet, die mir ansonsten vermutlich verschlossen geblieben wären.
    So bestand das Anschreiben meiner letzten Bewerbung z.B. aus einem Einleitungsatz a la „Ich bewerbe mich auf die ausgeschriebene Stelle XYZ…“ und einer Tabelle der wichtigsten Eckdaten meines Profils (hatte keine Lust irgendwelche Phrasen zu dreschen und mir fiel sonst nix ein).
    Und was soll ich sagen – hat funktioniert. Mein jetziger Chef wusste sofort, dass er da wen vor sich hat, der klare Kante zeigen und das Wichtige auf den Punkt bringen kann (er hat mir später mal erzählt, dass ihn der „Mut“ so was abzugeben schwer beeindruckt hat).
    Natürlich gab’s auch (erwartbar) negative Reaktionen auf meine Art – aber das hat mich nie gekümmert. Entweder man nimmt mich so wie ich bin, oder eben nicht (und das ist vermutlich dann auch besser so).

    1. Völlig richtig. Anders zu sein bedeutet innavativ sein zu können. Um die Ecke denken zu können. Problemsituationen auch malk unkonvetionell lösen zu können.

      Ich habe mit derselben Taktik auch stets Erfolg gehabt, wobei ich dazu nicht einmal verstellen mußte.

      Einst hatte ich ein Vorstellungsgespräch (damals noch als Geselle, bevor ich Meister wurde), in diesem wurde ich im Sekundentakt von der Personalerin und von einem Bauleiter abwechselnd zerpflückt. Nach ca. 4 Minuten stand ich auf und sagte:“ ich habe ein Vorstellungsgespräch erwartet und kein Verhör. Und das gibt mir ziemlich deutliche Hinweise darauf, wie Sie Ihre Angestellten und Arbeiter behandeln.“
      Ich ging. DAS hatten hatten die nicht erwartet.

  4. Klasse Artikel, kann ich nur unterschreiben.

    „Wir dulden bei uns im Haus keinen Bewerber-Tourismus“. Bei so einem Chef können einem die Beschäftigten in dem Unternehmen nur leid tun.

    Ich hatte vor zwei Jahren ein Vorstellungsgespräch. Als ich mich mit der Personalchefin zusammensetzte, sagte mir diese, dass die ausgeschriebene Stelle bereits vergeben ist und sie mir eine ganz neue Stelle anbieten will (die nichts mit meiner Bewerbung zu tun hat).

    Da bin ich dann aufgestanden und gegangen.

    1. Hmm. Ich hätte mir die „andere Stelle“ zumindest angehört und dann ggf. dankend abgelehnt, wenn ich damit nichts hätte anfangen können. Ebensogut steht die Wunschstelle zufällig 2 Wochen später wieder in der Zeitung, weil der andere Mitbewerber sich umentschieden hat. Eine Neubewerbung darauf kannst du dann nämlich vergessen.

  5. Toller Artikel.
    Aber zu der Frage “ Was sind ihre Schwächen ?“…habe ich immer noch keine saubere Lösung. Hat da einer eine gute Idee ? Ich dachte immer das mit der Schokolade sei auflockernd, aber das es so Kult geworden ist hätte ich nicht gedacht.
    Meine Schwächen würde ich als, ungeduldig (nicht falsch verstehen, ich bin ehr der Typ machen, statt warten), zielstrebig (wodurch man auch mal aneckt). Hat einer ne schöne Umformulierung ?

  6. Hallo. Darf man sagen, dass der letzte Arbeitgeber keinen Lohn bzw. nur unpünktlich gezahlt hat. Mir ist das in den letzten drei Jahren 2 Mal passiert. Danke.

    1. Hallo Sabine,
      warum wäre es dir wichtig, dass zu erzählen? Hat es etwas mit deiner Wechselmotivation zu tun bzw. möchtest du auf jeden Fall vermeiden, dass es dir beim nächsten Arbeitgeber wieder passiert? Du solltest grundsätzlich nicht über vorherige Arbeitgeber herziehen, aber wenn diese Information für dich und deine Gesprächspartner wichtig ist, dann kannst du darüber sprechen. Du solltest dabei klar machen, warum es dir wichtig ist, so dass es nicht nur nach Wut auf den Ex oder Lästerei klingt.
      Viele Grüße
      Bernd Slaghuis

  7. Wow… ich bin etwas sprachlos. Und das passiert nicht oft… Denn ehrlich gesagt fällt mir gerade ein enorm großer Stein vom Herzen. Erleichterung trifft es ganz gut. Okay Okay… ein bisschen Kontext. Ich bin seit kurzem erst mit meiner akademischen Laufbahn fertig (sprich: ich habe den Master in der Tasche) und möchte die Arbeitswelt unsicher machen. Und im nächsten Jahr werde ich einige Bewerbungsgespräche haben (Ende des Jahres haben die meisten keine Zeit; was ich auch verstehe, da die Weihnachtszeit schon immer etwas stressig ist). Und ich bin – ich war – sehr nervös, denn ich will unbedingt einen Job haben, aber ich wusste auch nicht, dass ich diese „Fauxpas“ begehen darf.

    „Also begehe ruhig diesen „Fauxpas“ und sei so, wie du ganz normal auch bisher mit deinem alten Chef oder den Kollegen umgegangen bist. “ Diese Aussage freut mich sogar, denn ich würde von mir behaupten, dass ich eigentlich im Regelfall ein ganz netter Kerl bin. Ich habe mir diese 9 Tipps durchgelesen und war auch begeistert. Es schien mir alles sehr schlüssig und zielführend zu sein. Seit dem ich ein paar interessante Stellen gefunden habe, stieg mit den Zusagen zu einem Bewerbungsgespräch auch meine Nervosität. Und mit dem Artikel kann ich mich jetzt entspannter fühlen! Also vielen vielen Dank!

    Beste Grüße,
    Henry!

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