Das Macht Man Als Bewerber Nicht. Mann Erschrocken

Unverschämt! Diese 7 Dinge macht man als Bewerber einfach nicht.

„Ja, aber darf man denn das als Bewerber?“ Diese Frage stellen mir Bewerber verunsichert, wenn ich mit ihnen an ihrem Anschreiben arbeite oder wir über ein bevorstehendes Bewerbungsgespräch sprechen. Fest in den Köpfen der Kandidaten sind immer noch viele Das-macht-man-doch-nicht-Denkmuster von früher verankert. „Man kann doch nicht nach dem Führungsstil des zukünftigen Chefs fragen, das ist doch viel zu persönlich!“, sagte mir neulich ein Bewerber, der eine sehr klare Vorstellung davon hatte, wie er gerne geführt werden möchte. – „Ja, das würde den Chef überfordern und wäre tatsächlich eine Grenzüberschreitung, danach zu fragen. Also lassen Sie sich lieber überraschen, an welchen Chef Sie für die nächsten Jahre geraten“, antwortete ich lächelnd. Hier sind 7 Dinge, bei denen Bewerber noch der Meinung sind: „Aber das macht man doch nicht!“.

Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Ja, aber darf man denn das als Bewerber ..?

1. Auf Jobs bewerben, die für Sie attraktiv erscheinen?

Jörg entdeckte eine Stellenanzeige, die ihn sofort ansprach. Der ideale Arbeitgeber, eine spannende Tätigkeit. Er kommt aus der Branche und traut sich diesen Schritt und die mit der Position verbundenen Aufgaben zu. Doch Stopp, da steht als oberste Anforderung, dass sie einen „Wirtschaftsingenieur oder ähnliche Qualifikation“ suchen und er ist ja nur einfacher BWLer, wenn auch mit 15 Jahren Erfahrung. „Aber das zählt ja nicht.“ – erklärt er mir und setzt nach: „Die suchen bestimmt einen anderen und was sollen sie denken, wenn ich mich darauf bewerbe?“

Ja, er hat natürlich Recht. Das wäre echt dreist, wenn Sie sich auf eine Position bewerben, bei der Sie nicht zu 100 Prozent auf die Stellenausschreibung passen. Die im Unternehmen müssen ja schließlich genau wissen, wen sie suchen und haben sich das vor der Ausschreibung wochenlang gut überlegt. Ja, das wäre anmaßend und außerdem auch unverschämt, die Personaler mit so einer unpassenden Bewerbung zu belästigen und ihre Zeit zu rauben. Wenn Sie glauben, der ideale Kandidat zu sein und so richtig motiviert sind, dort bei Ihrem Traum-Arbeitgeber Topleistungen zu erbringen, heißt das noch gar nichts. Vergessen Sie es und suchen Sie brav weiter. Sie müssen eben so richtig perfekt zur Ausschreibung passen. Ihre Selbsteinschätzung und Motivation sind da absolut zweitrangig.

2. Schreiben, was Sie eigentlich sagen möchten?

Abiturient Felix spricht es im Zustand höchster Begeisterung und Vorfreude auf diesen Job aus: „Darauf hätte ich ja so richtig Lust!“ Und dann: „Aber von ‚Lust’ darf man doch im Anschreiben nicht sprechen! Arbeit und Lust in einem Satz? Das darf man doch als Bewerber so nicht sagen!“

Ein anderer Fall: Gerda ist auf Jobsuche und war zehn Jahre lang Assistentin des Vertriebsleiters. Die beiden haben richtig gut zusammengearbeitet, ein klasse Team. Bis der Chef vor sechs Monaten in Rente ging. Und jetzt hat sie so einen geleckten, jungen Vertriebs-Schnösel von der Uni vorgesetzt bekommen. Katastrophe – für beide! Nach vielen Missverständnissen, Fehlern und täglich acht Stunden Frust haben sich beide entschieden, getrennte Wege zu gehen. Nun ja, er ist geblieben, sie ist gegangen. „Darf ich das denn so schreiben?“ – fragt sie mich fast verzweifelt.

Nein, aus Ihrer Wechselmotivation sollten Sie auf jeden Fall ein Geheimnis machen, das ist ja Ihr wundester Punkt, solche Erklärversuche gehen grundsätzlich nach hinten los. Und auch sonst gilt: Alle wichtigen Informationen gehören gut versteckt zwischen die Zeilen! Für Klartext sind die Arbeitgeber viel zu zart besaitet, das halten die nicht aus. Machen Sie auch extra lange Sätze, so dass sich der Leser am Ende nicht mehr an den Anfang erinnern kann. Beschützen Sie den Leser unbedingt vor der schrecklichen Wahrheit über Ihre unsägliche Vergangenheit. Nicht, dass da Dinge ans Tageslicht geraten, die Ihnen ein Profil geben und Sie sich damit von anderen Bewerbern unterscheiden würden – und deshalb aussortiert werden. Schreiben Sie so hochgestochenes Deutsch wie nur möglich. Vermeiden Sie jegliche Form von Umgangssprache – und ‚Lust’ zählt definitiv dazu! Je komplizierter, steifer und je größer der Mix aus allgemeinen Worthülsen und fachspezifischen Spezifika, desto professioneller kommen Sie rüber und desto besser wird der Leser Ihre Bewerbung verstehen.

3. Sagen, was Ihnen besonders wichtig ist?

Der 46-jährigen Monika ist es super wichtig, von ihrem Chef Anerkennung zu erhalten und etwas zu tun, womit sie sich richtig identifizieren kann. Etwas, das sie zudem fordert und bei dem sie sich fachlich und auch persönlich weiterentwickeln kann. Sie weiß heute: Das ist der Grund, warum sie beim letzten Arbeitgeber so unglücklich war. Denn alles das fehlte. „Aber solche Forderungen darf ich als Bewerber doch nicht stellen!“ – höre ich mit entrüstetem Unterton.

Nein, natürlich nicht! Wo kämen wir denn da hin?! Als kleiner Bewerber können Sie ja froh sein, überhaupt eingeladen zu werden und den Job angeboten zu bekommen. Mit diesem Bekenntnis würden Sie so richtig Farbe bekennen und Ihr zukünftiger Chef wird sich sicher denken: „Anerkennung? – Braucht’s nicht und gibt’s bei mir auch nicht!“ Das wäre das Ende dieser Bewerbung und das wäre ja tragisch – bei diesem Chef. Glauben Sie mir, es ist viel zu gefährlich, die Hosen in der Bewerbung derart weit runter zu lassen. Und außerdem: Was interessiert es denn Ihren potenziellen Arbeitgeber und vielleicht zukünftigen Chef, was Ihnen im Beruf so wirklich richtig wichtig ist? Sie müssen als Mitarbeiter und kleines Rädchen im großen Getriebe oder als Führungskraft im Hierarchie-Dschungel doch einfach nur einen guten Job machen und funktionieren. Behalten Sie also lieber Stillschweigen über Ihre Werte und Ziele und das, was Sie im Beruf unbedingt brauchen, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Das geht niemanden außer Sie selbst etwas an!

4. Fragen, was Sie wirklich interessiert?

„Ich muss unbedingt mittwochs schon um 19 Uhr raus, denn dann spiele ich Fußball und das brauche ich einfach als Ausgleich.“ erklärt mir Helmut. „Und ich habe schon so viele Chefs kennengelernt, jetzt will ich auf Nummer sicher gehen und vorher herausfinden, wie mein neuer Chef führt.“ – „Aber darf ich so etwas als Bewerber wirklich fragen?“ schaut er mich verunsichert an.

Eine sehr berechtigte Sorge. Passen Sie gut auf, dass Sie sich mit Ihren schlauen Fragen nicht ins Aus katapultieren. Wer möchte denn auch später einen Mitarbeiter unter sich haben, der ständig kritische Fragen stellt anstatt zu arbeiten?

Na gut, am Ende des Vorstellungsgesprächs fragen Personaler immer „Welche Fragen haben Sie denn noch an uns?“ Dann sollten Sie höchstens zwei, drei harmlose Fragen stellen, die heute jeder Bewerber auswendig drauf hat. Hier werden Sie fündig. Damit bringen Sie Ihr Gegenüber auch nicht in Verlegung, sich eine individuelle Antwort auszudenken, denn Chefs und Personaler haben auf die Standard-Bewerber-Fragen routiniert die passenden Antworten parat.

Finden Sie sich damit ab, dass es auf einige Fragen einfach keine Antworten gibt. Außerdem: Nicht, dass Sie etwas im Gespräch erfahren, das Sie eigentlich nicht hören möchten und was den Job am Ende für Sie sogar unattraktiv erscheinen lässt.

5. Zugeben, wenn Sie etwas nicht wissen oder können?

„Die Sache mit den Schwächen als Stärken verkaufen – das liest man ja überall – was sage ich denn da am besten?“ – fragt mich ein Bachelor-Absolvent. „Ich bin eine Niete in Mathe, aber darf ich das für die Marketing-Stelle sagen?“

Also es ist doch so: Als Bewerber müssen Sie perfekt sein. Ohne Schwächen, ohne Makel. Überdurchschnittlich halt. Zumindest so, wie es sich Ihr neuer Arbeitgeber erträumt. Und Schwächen, die haben da einfach keinen Platz! Sie müssen vom ersten Tag an voll einsatzfähig sein, alle Arbeitsprozesse und IT-Anwendungen beherrschen. Sie wissen schon: Mitspielen, auf Spur sein, immer fehlerfrei unterwegs.

Wer nicht perfekt ist, bekommt den Job nicht. So einfach ist das heute, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, von dem alle sprechen, den es aber vielleicht doch nicht gibt und die Unternehmen in Wahrheit freie Auswahl haben. Der Schwächste fliegt. So ist das später im Job und das gilt auch schon für Sie als Bewerber. Also, wenn Sie gezwungen werden, über Ihre Schwächen Auskunft zu geben, dann seien Sie halt ungeduldig, Perfektionist, überpünktlich oder süchtig nach Schokolade. Hier ist auch mal Kreativität und Schauspieltalent gefragt, wenn das alles nicht auf Sie zutrifft. Und glauben Sie bloß keinen Coachs, die Ihnen einreden, Schwächen seien Entwicklungspotenziale ;-)

6. Zeigen, wie Sie sich gerade fühlen?

Die Hände schweißnass, der Hals blutrot, das Herz pocht. Es ist die erste Bewerbung für die 52-jährige Petra nach 20 Jahren bei ein und demselben Arbeitgeber – und hoffentlich auch die Letzte, sagt sie. Sie sitzt drei Herren und zwei Damen aus der Zentrale und dem HR-Management im Konferenzraum gegenüber. „Erzählen Sie uns doch mal von sich“, beginnt sofort einer der Herren das Gespräch, doch eigentlich hätte sie erstmal eine Minute gebraucht, um Luft zu holen und runter zu kommen. Aber: „Darf man denn sagen, dass man gerade sehr aufgeregt ist?“

Auf gar keinen Fall! Ihr Gegenüber lässt sich ja auch nicht in die Karten schauen. Im Job geht es um Professionalität, da haben Emotionen und Gefühlsduseleien doch nichts zu suchen! Trainieren Sie sich frühzeitig ein dickes Fell an. Ihre Maske als Bewerber muss perfekt sitzen. Weder die Personaler noch Ihr künftiger Chef dürfen Sie durchschauen, denn das ist ja schließlich deren oberstes Ziel, durch böse Fangfragen Ihre Fehler und Schwächen offenzulegen und auch Ihre Bewerbung endlich auf den großen Stapel ‚ungeeignet/abgelehnt’ legen zu dürfen.

Hohe Belastbarkeit und Durchsetzungsstärke, das wird heute überall gesucht. Wenn Sie sich schon für so ein kleines Bewerbungsgespräch in die Hosen bzw. ins Kostümchen machen, wie soll das dann erst später im Alltag werden? Unsicherheit, Stress, Angst, Sorge und alles das, was vielleicht gerade in Ihnen vorgeht und das Ihnen auch auf den ersten Blick anzumerken ist, das alles hat in Bewerbungsgesprächen definitiv nichts zu suchen. Haben Sie sich unter Kontrolle! Also gut, moderates Lächeln als Zeichen der Höflichkeit und Unterordnung ist erlaubt. Und bitte, achten Sie penibel auf Ihre Körpersprache, denn auch diese kann Ihren wahren Charakter böse entlarven.

7. Nein sagen, wenn es für Sie nicht passt?

„Ich hatte ja schon beim zweiten Bewerbungsgespräch mit dem Chef so ein komisches Bauchgefühl, aber ein Job-Angebot darf man doch nicht ablehnen!“ Ja, diesen Satz höre ich tatsächlich sehr häufig.

Und auch hier wird es Sie nicht mehr verwundern: Recht haben Sie! Was ist schon so ein Bauchgefühl wert, wenn Sie dafür wieder in Brot und Lohn kommen? Als Bewerber haben Sie nichts zu entscheiden! Mit dem Klick auf den Button ‚Absenden’ Ihrer Bewerbung sagen Sie schließlich schon: „Ja, ich will!“ Dann vor dem Altar einen Rückzieher zu machen, das geht nun wirklich nicht! Unverschämt, denn schließlich hat ja auch das Unternehmen viel Zeit und Geld in den Auswahlprozess investiert und Ihren Wettstreitern zudem schon längst abgesagt. Ja, wie stehen denn die Personal-Mitarbeiter da, wenn Sie ihnen jetzt einen Korb geben?

Falls Sie sich jetzt immer noch fragen „Meint das der Slaghuis etwa wirklich ernst?“ …

< Ironie aus >

Nicht man, sondern Sie entscheiden, was Sie dürfen!

Ich habe in den letzten Jahren viele Angestellte erlebt, die ihre Zweifel als Bewerber überhört oder durch ein „Das macht man doch nicht!“ ganz bewusst überstimmt haben. Ich lerne sie meist kennen, nachdem sie zur Lebenslauf-Hygiene zwei oder drei Jahre in ihrem Job aus- und durchgehalten haben. Sie sind mit den Nerven am Ende und möchten jetzt endlich nur noch raus dort. Alle erzählen mir, dass sie es eigentlich von Anfang an hätten wissen müssen, dass diese Aufgabe, der Chef/die Chefin oder das Arbeitsumfeld auf Dauer nicht zu ihnen passen.

Doch ist es nicht auch irgendwie verständlich? Wer sich durch einen Online-Test, ein Telefon-Interview, zwei Einzelgespräche – eines auf Englisch – und ein Assessment-Center quält, der möchte dem Bewerbungs-Marathon ein positives Ende mit dem Arbeitsvertrag setzen. Dieses Ziel fest im Blick verlieren viele Bewerber die Sicht auf das, was ihnen wirklich wichtig ist. Der Kopf sagt ja, der Bauch sagt nein. Wer gewinnt, können Sie sich denken. Doch die Bauchschmerzen sind häufig vorprogrammiert.

Wenn Sie meinen Blog schon länger verfolgen, dann wissen Sie, dass ich eine Bewerbung als Aufeinandertreffen von zwei Interessenten ansehe, die sich gegenseitig prüfen. Auf dem Marktplatz, der sich Arbeitsmarkt nennt. Beide haben dort das Recht – und eigentlich auch die persönliche Pflicht, nach ausgiebiger Prüfung ‚Nein’ zu sagen, wenn sie zu dem Ergebnis kommen, dass es für sie nicht passt.

Sie werden auch nach einem intensiven Bewerbungsgespräch niemals die vollkommene Sicherheit haben, ob es für die nächsten Jahre wirklich passt. Jede Entscheidung für einen Jobwechsel und einen neuen Arbeitgeber ist eine Entscheidung unter Unsicherheit. Für Sie als Bewerber als auch das Unternehmen.

Doch umso wichtiger ist es, dass Sie selbst bewusst und gezielt versuchen, Ihre Unsicherheit im Bewerbungsprozess zu reduzieren. Hierfür sollten Sie alle Fragen stellen, die Ihnen wichtig sind, offen und klar über Ihre Werte, Ziele, Talente und auch Schwächen sprechen, an denen Sie gerne arbeiten möchten. Und ja, Sie sollten meiner Meinung nach auch Ihre Erwartungen an einen neuen Arbeitgeber kundtun. Was brauchen Sie persönlich, um einen guten Job zu machen? Hören Sie Ihrem Gegenüber dabei bewusst zu und bewerten Sie die Antworten und die Art der Reaktion für sich. Machen Sie sich ein Bild von Ihrem zukünftigen Arbeitsplatz und Arbeitgeber. Nur Sie haben es in der Hand, ob es ein Puzzle mit vielen Lücken bleibt und Sie die fehlenden Teile erst mit den Jahren im Beruf entdecken oder ob Sie die Chance im Bewerbungsgespräch nutzen, ein gemeinsames, stimmiges Bild Ihrer beruflichen Zukunft zu entwickeln.

Dr. Bernd Slaghuis

Ich arbeite als Karriere- und Business-Coach in Köln und habe mich auf Fragen rund um die Karriereplanung und Neuorientierung spezialisiert. Mit Bewerbern arbeite ich an ihrer Bewerbungsstrategie, der Optimierung ihrer Unterlagen sowie der Vorbereitung auf Gespräche. Führungskräfte unterstütze ich, zu einer gesunden Grundhaltung zu finden. Ich halte Vorträge, gebe Seminare, moderierere Workshops und schreibe außerhalb dieses Blogs für diverse Karriere- und Management-Magazine.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Wow! Super! Mein Stil ist ähnlich, auch bei der Auftragsakquise, denn die Bewerbung um eine Festanstellung ist ja im Prinzip nichts anderes, bis auf die Exklusivität, nur für einen seine volle Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen.

    Die meisten Menschen, die ich persönlich kenne, haben über ein Anstellungsverhältnis ein stark verzerrtes Bild. Beide Seiten übrigens. Der Arbeitsvertrag ist kein Übereignungsvertrag mit Abtretungserklärung jeglicher Ansprüche.

    Wir sind eine absolut verkopfte Gesellschaft, die sich übers Bauchgefühl antriggern lässt. Das wähnt uns alle in sehr trügerischer Sicherheit. Natürlich muss jeder für sein Auskommen sorgen und dabei für sich das Bestmögliche rausholen. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das Problem in naher Zukunft löst, wenn der demografische Wandel uns alle eines besseren belehrt.

    Manche Unternehmen fangen langsam aber sicher damit an, für sich zu werben. Nicht um Kunden, sondern um Mitstreiter (manche nennen sie auch Mitarbeiter). Mein Tipp an alle, die sich neu orientieren wollen: Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl. Die meisten Depressionen und Burnout-Fälle entstehen genau wegen Wertekonflikte, die man selbst mit sich ausmachen muss, weil der Arbeitgeber sich nicht dafür interessiert. Für ihn ist der Prozess mit dem unterschriebenen Arbeitsvertrag beendet. Und nur in absoluten „No-go-Areas“ greift er dann zum letzten Mittel der Kündigung.

    Toller Artikel, danke.

    1. Hallo Herr Teschner,

      danke für Ihren Kommentar und Ihre Sicht. Ja, es tut sich auch auf Unternehmens-Seite einiges, so meine Wahrnehmung, und das ist gut so. Je mehr Menschen – auf beiden Seiten des Tisches – ihre alten „Das macht man doch nicht“-Denkmuster infrage stellen und Neues ausprieren und im besten Fall hierbei bemerken, dass es sie weiter führt und dem Bewerbungsprozess gut tut, desto besser. Aber das erfordert ein Verlassen der Komfortzone und die Überwindung von Gewohnheiten – und ist ein Prozess. Die vielen und zum Teil sehr persönlichen Nachrichten, die ich nach diesem Artikel in den letzten Tagen erhalten habe, bestärken mich genau in dieser Aussage.

      Viele Grüße
      Bernd Slaghuis

  2. Na klar bewerbe ich mich auf Jobs, die attraktiv erscheinen, auch wenn die Qualifikation nicht zu 100 % passt. Motivation, Engagement und die Überzeugung „Ich will diesen geilen Job!“ sind dem Arbeitgeber einiges wert!

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