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Wie Sie es schaffen, es endlich allen recht zu machen.

Träumen Sie schon lange davon, es immer allen recht machen zu können? Wäre es nicht toll, von allen gemocht zu werden? Ein Freifahrtschein für die Karriere und Freunde wie Sand am Meer, die Sie lieben. Wenn Sie die Ratschläge auf dem folgenden Rezept jeden Tag beherzigen, werden Sie zu jedermanns Liebling werden und endlich auch zu einem glücklichen Leben finden können:

 

 

Damit sich die volle Wirkung dieses Rezepts entfalten kann, ist es wichtig, dass Sie fest an die folgenden Aussagen glauben und danach konsequent Ihr eigenes Leben ausrichten:

  • Ich bin verantwortlich für das Wohl der Anderen.
  • Es ist lebensnotwendig, von anderen akzeptiert und gemocht zu werden.
  • Ich kann erst glücklich sein, wenn alle anderen glücklich sind.
  • Ich bin ein guter Mensch, wenn ich mich für andere opfere.
  • Die Bedürfnisse anderer sind wichtiger als meine.

 

Ich hoffe, Sie erkennen das Zwinkern in meinem Auge. Aber ist es nicht allzu oft Realität in unserem Leben, dass wir einem „gemocht werden“ förmlich hinterherjagen und uns dabei so sehr verbiegen oder anpassen, dass wir dies eigentlich gar nicht mehr mit den eigenen Werten vertreten können?

Gemocht zu werden kann in gewissen Sitautionen durchaus sinnvoll sein. Als Säugling und Kleinkind haben wir zum Beispiel gelernt, den Eltern zu gefallen, um die lebensnotwendige Nahrung und Zuneigung zu erhalten. Im Beruf bemerken wir, dass ein Gefallen und Handeln nach den Vorstellungen des Chefs uns auf der Karriereleiter weiterführt.

Der Mensch strebt von Natur aus nach Harmonie. Häufig vergessen wir dabei jedoch auch die Harmonie zu uns selbst. Was ist ein glückliches Leben? Ist es tatsächlich so, dass wir glücklich sind, wenn wir die Erwartungen unserer Umwelt (Partner, Freunde, Eltern, Kinder, Kollegen, Vorgesetzte) möglichst umfassend erfüllen, jedoch dabei unsere eigenen Ziele auf der Strecke bleiben? Es allen recht zu machen heißt auch, es sich selbst recht zu machen.

Als erwachsener Mensch ist der Wunsch nach Anerkennung, Harmonie und sozialen Beziehungen nicht mehr überlebensnotwendig. Doch verhalten wir uns (weil wir es so gelernt haben) häufig noch so. Menschen, die ständig bemüht sind, es allen recht zu machen, haben oft Angst vor Konflikten, Angst vor Ablehnung und Angst vor Einsamkeit. Oder sie fühlen sich schuldig, wenn es anderen nicht gut geht. Sie übersehen dabei häufig, dass es ihnen selbst nicht gut geht, weil sie ihr eigenes Leben und ihre Bedürfnisse vollständig in den Hintergrund drängen.

Es anderen recht zu machen, dabei sich selbst aber nicht aus den Augen zu verlieren ist möglich:

  • Werden Sie sich Ihrer eigenen Ziele im Leben bewusst. Was ist Ihnen besonders wichtig?
  • Welches sind Ihre Werte im Leben und was bedeuten diese für Sie persönlich?
  • Nehmen Sie die Signale Ihres Körpers wahr und richten Ihr Handeln danach aus.
  • Nehmen Sie sich ganz bewusst auch regelmäßig Zeit für sich selbst.
  • Wer oder was gibt Ihnen Energie, wer oder was raubt Ihnen Kraft?
  • Gehen Sie mit sich selbst und mit anderen Menschen wertschätzend um.

Schaffen Sie für sich und Ihr Handeln ein aktives Bewusst-Sein. Wann wollen Sie es anderen recht machen und wie geht es Ihnen dabei? Wann sollten Sie es sich selbst recht machen? Entscheiden Sie. Sie sind der Chef Ihres Lebens!

Dr. Bernd Slaghuis

Ich arbeite als Karriere- und Business-Coach in Köln und habe mich auf Fragen rund um die Karriereplanung und Neuorientierung spezialisiert. Mit Bewerbern arbeite ich an ihrer Bewerbungsstrategie, der Optimierung ihrer Unterlagen sowie der Vorbereitung auf Gespräche. Führungskräfte unterstütze ich, zu einer gesunden Grundhaltung zu finden. Ich halte Vorträge, gebe Seminare, moderierere Workshops und schreibe außerhalb dieses Blogs für diverse Karriere- und Management-Magazine.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Lieber Bernd,
    ein wirklich spannender Artikel. In der Tat muss die Selbst-Wertschätzung von Erwachsenen oft erst mühsam erlernt werden. Die Punkte, die Du anführst, wie es zu erreichen ist – begonnen mit „Werden Sie sich Ihrer eigenen Ziele bewusst…“, sind super. Allerdings hoffe ich, dass Du es vorhast, zu jedem von denen einen eigenen Artikel zu schreiben, sonst würde es bei „leichter gesagt als getan“ bleiben. Denn wäre es so einfach, würden die Betroffenen es ganz sicher schon längst erledigt haben ;-).

    Also, ich freue mich sehr auf die Fortsetzung und Vertiefung dieses sehr spannenden Themas!

    Herzliche Grüße
    Natalie

  2. Liebe Natalie,

    danke für das schöne Feedback. Deinen Wunsch greife ich sehr gerne auf und nehme die Umsetzungshinweise gerne in den nächsten Wochen in weiteren Beiträgen etwas stärker im Detail unter die Lupe. Du hast natürlich Recht, dass es leicht gesagt ist, aber die Umsetzung doch sehr vielen Menschen schwer fällt. Also, Fortsetzung folgt …. ;-)

    Viele Grüße,
    Bernd

  3. stimme total zu…um das zu erreichen denke ich, ist es essentiell sich folgende frage zu beantworten: wieso haben wir so panische angst davor NICHT gemocht zu werden? diese angst ist so extrem gross, dass wir dazu neigen, alles das zu machen, das in dem artikel zu beginn erwaehnt ist.
    nach meiner meinung nach ist es das verletzte und allein gelassene kind, das existentiell abhaengig war von den eltern und von dem bewusst und unbewusst verlangt wurde sich selbst zu verleugnen um gemocht zu werden. da aber ein kind existentiell von den eltern abhaengig ist…das heisst wenn sich die eltern abwenden wuerden, wuerde es tatsaechlich sterben (nahrung, ein dach ueber dem kopf etc.). da es aeussert schmerzhaft ist sich an diese gefuehle der ohnmacht, ausgeliefertheit wut und einsamkeit zu erinnern, neigt der mensch dazu diese emotionen zu verdraengen und an personen der gegenwart zu projezieren…ein mensch, der also dem chef beispielsweise bis zur unkenntlichkeit in den allerwertesten kriecht, buhtl in wahrheit um die (nie oder zu selten bekommene) zuneigung,liebe und akzeptanz der eltern.

  4. […] „Wie Sie es schaffen, es endlich allen recht zu machen“ – So hat der Coach Dr. Bernd Slaghuis seinen Blog-Artikel genannt und greift das Thema darin mit einem Augenzwinkern auf – eine weitere erfrischende Perspektive…. Zum Artikel von Dr. Bernd Slaghuis geht es >> hier. […]

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