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Mensch Bewerber. Schluss mit dem Worthülsen-Bullshit!

Gehören Sie etwa auch zu den Menschen mit Kommunikationsfähigkeit? Und wie steht es mit Ihrer Teamfähigkeit? Sie sprechen und können mit anderen Menschen zusammenarbeiten? Meinen Glückwunsch, dann decken Sie schon viele der Anforderungen eines Großteils der ausgeschriebenen Stellen ab. Aber mal ehrlich, wie äußert sich denn so Ihre Kommunikationsfähigkeit? Sind Sie der Schwätzer, Diplomat, Großkotz oder vielleicht der Pausen-Clown? Wer weiß das schon, solange Sie nur kommunikationsfähig sind?! Von diesen Worthülsen finden sich in den meisten Bewerbungen gleich Dutzende. Hinzu kommen Fachausdrücke, die ich in meinem Leben noch nie gehört habe. Was in fast allen Anschreiben hingegen fehlt, das ist der Mensch. Die eigene Persönlichkeit, die individuellen Stärken und vielleicht auch die liebenswerten Macken, die Sie einfach ausmachen.

Mehr Mensch statt Worthülsen-Bullshit in Bewerbungen. Ich glaube, dies würde jedem Bewerbungsprozess sehr gut tun. Das setzt voraus, dass Unternehmen Bewerber nicht als Ressource, sondern als Menschen sehen. Es scheint, als sei das Umdenken im Recruiting vielerorts bereits in vollem Gange. Aber auch Sie als (privater) Leser meines Blogs und vielleicht auch jetzt gerade oder demnächst als Bewerber können daran arbeiten, mit Ihrer Persönlichkeits-Bewerbung stärker zu punkten. So motivieren Sie den Personalentscheider, Sie näher kennenzulernen:

Das ist Worthülsen-Bullshit!

Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle als X. In den letzten 10 Jahren habe ich dies, jenes und solches und auch das noch gemacht. Ich zeichne mich durch meine Kommuniktionsstärke und meine Teamfähigkeit aus und passe damit genau zu Ihren Anforderungen. An Ihrem Unternehmen reizt mich Y, Sie sind toll und ich werde Ihr Unternehmen zum Erfolg führen. Meine Kündigungsfrist beträgt 3 Monate zum …. Ich würde mich auf die Gelegenheit eines Gesprächs freuen. MfG. Unterschrift.

Viele Bewerbungen sind nach diesem Schema aufgebaut. Ich nehme es mal auseinander:

Hiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle als X.
Ich vermute, die Bewerbung hat ein Deckblatt mit genau dieser Information. Wenn nicht, weiß der Leser spätestens aus der Betreffzeile, um welche Stelle es sich handelt. Also im Text eine doppelte und unnötige Information. Weglassen!

In den letzten 10 Jahren habe ich dies, jenes und solches und auch das noch gemacht.
Ja, es ist wichtig, dass der Leser einer Bewerbung schnell einordnen kann, ob ein Bewerber den fachlichen Anforderungen an die Stelle gerecht werden kann. Das beweisen Sie aber nicht mit  Aneinanderreihung von toll klingenden Fachbegriffen aus den bisherigen Jobs. Wer wissen möchte, was Sie in den letzten 10 Jahren getrieben haben, der wirft einen Blick in den Lebenslauf. Hier geht es um ausgewählte besondere Fähigkeiten in engem Bezug zur vakanten Stelle.

Ich zeichne mich durch meine Kommuniktionsstärke und meine Teamfähigkeit aus …
Ja, schön abgeschrieben aus der Stellenanzeige. Und außerdem, heißt das, dass Sie den ganzen Tag mit den Kollegen schwätzen? Hier haben wir zwei typische Worthülsen, die völlig ohne Aussage für den Leser sind. Was bedeutet Kommunikationsfähigkeit in Ihrem Fall und warum ist das für genau diese Position von hoher Bedeutung?

und passe damit genau zu Ihren Anforderungen.
Wie vorbildlich, dass Sie hier bereits die Vorarbeit leisten und so genau Bescheid wissen. Diese Bewertung sollten Sie doch lieber dem Entscheider im Unternehmen überlassen!

An Ihrem Unternehmen reizt mich Y und Sie sind toll …
Hier schreiben viele, wie gut das Unternehmen dasteht, welche großartigen Produkte es herstellt oder vertreibt und wie grandios der Erfolg der letzten Jahre war. Vielleicht kennt der Personaler die Bilanz des eigenen Unternehmens nicht, aber er weiß, wie toll sein Arbeitgeber ist. Diese Information ist vollkommen überflüssig und frisst im Anschreiben nur Platz. Hier geht es um die Motivation, warum genau diese Stelle und ausgerechnet dieses Unternehmen Sie in den nächsten Jahren motivieren wird, morgens aufzustehen.

… und ich werde Ihr Unternehmen zum Erfolg führen.
Wenn Sie sich nicht als Vorstand oder Geschäftsführer bewerben, vergessen Sie diesen Satz besser ganz schnell! Ich als Leser würde spätestens hier denken: „Was für ein überheblicher Typ“ und Ihre Bewerbung auf den Nein-Danke-Stapel legen. Erstens: Glauben Sie wirklich, dass der Erfolg des Unternehmens von Ihnen allein abhängt? Zweitens: Sie unterstellen damit, dass das Unternehmen heute nicht erfolgreich ist. Drittens: Woher wissen Sie, dass Sie das wirklich leisten können?! Ja, hier geht es um den Nutzen, den Sie einem Unternehmen bringen. Das ist wichtig, aber bitte nicht als Worthülsen-Bullshit.

5 Tipps, ohne Worhülsen-Bullshit auszukommen:

Ich bin gegen Standards und froh, dass es heute eigentlich kein Richtig oder Falsch bei Bewerbungen mehr gibt. Eine Bewerbung als kreativer Kopf einer Werbeagentur darf – und sollte – anders aussehen als die eines Controllers bei der Deutschen Bank. Vielleicht aber auch nicht und auch ich denke hier bereits wieder in Schubladen ;-)

Die Bewerbung und insbesondere das Anschreiben (das ist meine Meinung, es gibt auch die Ansicht, der Lebenslauf sei wichtiger) sollen den Leser im Unternehmen neugierig machen, Sie näher kennenzulernen. Er  investiert Zeit, Sie einzuladen und ein Gespräch mit Ihnen zu führen, das kostet (und ist eigentlich lästig). Ein guter Recruiter wird spätestens im Gespräch alles daran setzen, sowohl Ihre fachliche als auch Ihre persönliche Eignung für die Stelle zu ergründen.

Warum also nicht schon vorher die nötige Klarheit schaffen und somit Überraschungen im Gespräch vermeiden? Diese 5 Punkte gehören für mich in ein gutes Anschreiben hinein:

1. Persönliche Anrede

Es ist erstaunlich: Selbst wenn in der Ausschreibung ein Ansprechpartner genannt ist (was leider immer seltener vorkommt, weil sich Unternehmen vor Interessenten mit lästigen Fragen schützen möchten), fehlt er ganz oft sowohl im Adressfeld als auch in der Anrede. Wie geht es Ihnen? Einen Brief mit „Sehr geehrter Herr Dr. Slaghuis“ lese ich lieber als „Sehr geehrte Damen und Herren“. Ein bewusster Blick in die Anzeige oder vielleicht eine kurze Recherche im Internet (XING-/LinkedIn-Profil der Leiters oder Mitarbeiter HR?) reichen hier oftmals aus.

2. Motivation

Sparen Sie sich hier jegliche Schleimerei! Erzählen Sie dem Leser nichts, was er eh schon weiß. Hier gehört Ihre ganz persönliche und ehrliche Motivation hin, mit anderen Worten: Warum haben Sie Bock genau auf diese Stelle in diesem Unternehmen? Wenn Sie jetzt denken „Das weiß ich doch nicht!“, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, über die Bewerbung noch einmal grundsätzlich nachzudenken. Diese Fragen können Ihnen helfen:

  • Was macht die Stelle für mich persönlich attraktiv?
  • Bietet sie Weiterentwicklungs-Potenzial für mich?
  • Bekomme ich mehr von etwas, was ich bisher nicht hatte?
  • Kann ich meinen Horizont erweitern?
  • Sind meine persönlichen Werte und Ziele erfüllt?
  • Werde ich andere interessante Menschen kennenlernen?
  • Lerne ich eine Branche oder eine Dienstleistung aus einer anderen Perspektive kennen (z. B. Wechsel von der Vertriebsunterstützung in den Vertrieb)?

Es geht hier um die Antwort „Was wird mich die nächsten Jahre motivieren, morgens aufzustehen und mit Freude zur Arbeit zu fahren?“ Seien Sie ehrlich zu sich selbst! Wenn Sie die Motivation bereits beim Schreiben Ihrer Bewerbung nicht beantworten können, wie wollen Sie dann im Gespräch Interesse und Begeisterung ausstrahlen? Ganz zu schweigen vom späteren Berufs-Alltag?!

3. Fachkompetenz und Erfahrung

Ich weiß, Sie sind der Beste und haben schon sooo viel Tolles in Ihrem Berufsleben geleistet. Oder etwa nicht? War das alles nichts wert, was Sie die letzten Jahre gemacht haben? Zumindest der Blick in Ihre Zeugnisse der letzten Arbeitgeber listet es haarklein auf. Also, wer lesen will, was Sie Feines in den letzten Jahren gemacht haben, der schaut in den Lebenslauf (hier ist es ja auch inzwischen üblich, die wichtigsten Tätigkeiten zu jeder Position aufzuführen) oder blättert durch die Zeugnisse.

Ja klar, mit dem Anschreiben sollten Sie dem Leser auch ein Gefühl für Ihre fachlichen Qualitäten vermitteln. Auch wenn Sie sich sicherlich in jedes neue Fachgebiet schnell einarbeiten können, rattert es doch im Kopf des Entscheiders, ob Sie wohl den Anforderungen an die Stelle genügen.

Mein Tipp: Machen Sie sich ein Bild vom Tagesablauf in dieser Position: Was werden typische Aufgabenstellungen sein? Was müssen Sie genau hierfür an Kompetenzen mitbringen und über welches Grund-Fachwissen sollten Sie verfügen, um überhaupt starten zu können? Das sind vielleicht 5 Aspekte, mit denen Sie dann punkten, mehr nicht! Und bitte achten Sie darauf, dass Sie hier kein Fach-Chinesisch sprechen. Nicht jeder Personaler ist mit der SAP-HANA Edge-Edition oder agilem Projekt-Scrum vertraut. Beim Fachbegriffe-Dropping sollten Sie verinnerlichen: Konzentration auf das Wesentliche. Weniger ist mehr – auch wenn in einigen Unternehmen Computer in erster Instanz Begriffe zwischen Anzeige und Bewerbung abgleichen (Möchten Sie dort arbeiten, dann betreiben Sie bitte extra viel Fachbegriffe-Dropping).

4. Persönlichkeit

Gerade noch beim Fachbegriffe-Dropping, hier schon beim Worthülsen-Repetitorium. Brav werden alle sozialen Kompetenzen aus der Ausschreibung wiederholt und natürlich verfügen Sie über alles das! Wenn Sie schon ein Anschreiben von sich vorliegen haben, dann gehen Sie doch einmal Wort für Wort durch und fragen sich jedes Mal:

  • Bin ich wirklich X (z. b. teamfähig)?
  • Was bedeutet X (z. b. Teamfähigkeit)?
  • Woran kann mein neuer Chef oder der Kollege bemerken, dass ich X bin?
  • Wie hat sich X in meinen bisherigen Job gezeigt – und war das gut?
  • Möchte ich überhaupt X sein?

In diesem Abschnitt Ihrer Bewerbung geht es darum, die folgenden Fragen des Unternehmens zu beantworten:

  • Passt sie/er ins Unternehmen/zur Kultur?
  • Wie wird sie/er sich mit dem Vorgesetzten verstehen?
  • Wie wird sie/er im Team zurecht kommen?
  • Was ist ihr/ihm im Job besonders wichtig?
  • Was sind ihre/seine Ziele?

Dies ist der aus meiner Sicht wichtigste Teil Ihres Anschreibens. Gerade bei studierten „Wissensarbeitern“ gehe ich immer davon aus, dass sie die Fähigkeit besitzen, sich in kurzer Zeit in neue Gebiete einzuarbeiten.

[Tweet „Kompetenzen können sich Bewerber aneignen, Persönlichkeit bringen sie mit.“]

Über ihre Persönlichkeit zu schreiben und hier ohne Worthülsen auszukommen, fällt vielen Bewerbern schwer. Das ist verständlich, denn es setzt ein hohes Maß an Selbstreflexion und Selbst-Bewusstsein voraus. Und hier geht es auch darum, die Hosen herunterzulassen. Vielleicht führt diese Offenheit zu einer Ablehnung, weil gerade kein extrovertierter, lauter Meinungsmacher gesucht wird. Dann würden Sie als solcher in diesem Job wahrscheinlich aber auch nicht glücklich. Treffen Sie mit Ihrer Persönlichkeit jedoch ins Schwarze und schaffen diese Klarheit schon mit Ihrem Anschreiben, ist die Chance sehr hoch, dass beide Seiten im Vorstellungsgespräch keine Überraschungen erleben.

5. Persönlicher Austausch

Eine Bewerbung ist ein gegenseitiges Kennenlernen. Zwei Interessenten beschnuppern sich, ob es für beide passt. Immer noch klingen die letzten Sätze in Bewerbungen nach völliger Demut und der Bitte an das Unternehmen, den kleinen Bewerber doch hören zu wollen. Wenn es eine Steigerung von Konjunktiv gäbe, hier stünde sie. Lassen Sie das Selbstbewusstsein, die Persönlichkeit und die aufgebaute Klarheit so kurz vorm Ziel nicht verpuffen!

Sie freuen sich auf einen gegenseitigen Austausch. Oder ein gegenseitiges Kennenlernen. Ganz Mutige schreiben, dass sie gespannt sind, was das Unternehmen ihnen zu bieten hat. (Ich sage hiermit heute voraus, dass wir in 10 Jahren soweit sind.) Also, wenn Sie in Ihrer Persönlichkeit nicht extrem devot veranlagt sind, dann signalisieren Sie dem Leser an dieser Stelle auch klar, dass Sie nicht der kleine Bittsteller oder das Püppchen sind. Auch Sie haben das Recht, den Wunsch für einen weiteren Austausch zu äußern und das Unternehmen auf Herz und Nieren zu prüfen, denn Sie werden vielleicht die nächsten Jahre Ihres Lebens dort verbringen. Und diese Grundhaltung gilt für mich nicht nur für Bewerber auf Top-Jobs im Management, sondern für jede Position. Es geht um Augenhöhe in der Bewerbung.

 „Menschen statt Prozesse!“

Diese Überschrift gehört in Zitat-Zeichen, denn den Ausschlag für diesen Beitrag hat Recruiting-Coach Henrik Zaborowski mit seinem Beitrag „Recruiting der Zukunft – Menschen statt Prozesse.“ gegeben. Eine interessante Perspektive über die andere Seite – das Recruiting.

Ja, genau das ist es, was ich heute auch in fast allen Bewerbungen vermisse: Den Menschen, den Bewerber selbst. Viele Bewerber glauben, dass sie einiges von sich und über sich preisgeben. Doch etwas nachgebohrt zeigt sich oftmals, dass hinter den Worthülsen wenig steckt. Und ich gehe noch einen Schritt weiter: Viele der in Anschreiben genannten persönlichen Eigenschaften stimmen weniger mit der Persönlichkeit überein als mit der Ausschreibung.

Neulich fragte ich einen Bewerber „Warum schreiben Sie so wenig über Ihre Persönlichkeit?“ Seine Antwort: „Das ist in der Stellenanzeige ja auch nicht gefragt.“ Und was soll ich sagen: Recht hat er! Solange Unternehmen nicht den Menschen in den Mittelpunkt stellen und sich vor einer Ausschreibung zu besetzender Stellen intensive Gedanken machen, welchen Typ Mensch sie für das Unternehmen, die Position und als Kollege für die bestehenden Mitarbeiter suchen, solange werden sie von Bewerbern auch weiterhin mit nichtssagendem und Anzeigen nachplappernden Worthülsen überschüttet.

Es ist Ihre Entscheidung als Bewerber, ob Sie lieber unverbindlich, unklar und möglichst pauschal bleiben und damit hoffen, irgendeinem unbekannten Raster zu genügen, oder ob Sie eine individuelle, reflektierte und authentische Bewerbung schreiben. Beides kann Sie im Prozess weiterführen, beides kann Sie – je nach Empfänger – ebenso heraus kicken.

Ich bin der Meinung, dass Sie mit letzter Variante sowohl aus der Masse der Bewerber aktuell noch hervorstechen als auch bei einer Einladung zum Gespräch die besseren Karten im Vergleich zu einem Worthülsen-Bullshit-Bewerber haben.

Dr. Bernd Slaghuis

Ich arbeite als Karriere- und Business-Coach in Köln und habe mich auf Fragen rund um die Karriereplanung und Neuorientierung spezialisiert. Mit Bewerbern arbeite ich an ihrer Bewerbungsstrategie, der Optimierung ihrer Unterlagen sowie der Vorbereitung auf Gespräche. Führungskräfte unterstütze ich, zu einer gesunden Grundhaltung zu finden. Ich halte Vorträge, gebe Seminare, moderierere Workshops und schreibe außerhalb dieses Blogs für diverse Karriere- und Management-Magazine.

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Schönen guten Tag, Herr Dr. Slaghuis,

    ein sehr guter Artikel, der in unserer genormten Welt einen erfreulichen Kontrapunkt setzt. Wir lesen alle ständig von den 5 bis 50 (oder auch 100) Tipps, wie dies oder jenes richtig zu machen ist. Bewerbungs-Ghostwritingsysteme sowie vollautomatische Matching-Verfahren sichern schnellste Bearbeitungszeiten im Recruiting auf Bewerber- und Recruiterseite. Aber dann kommt der Frust, weil der Mensch in den Hintergrund gestellt wird.

    Wenn Bewerber mehr ihre Persönlichkeit bereits in ihre Bewerbung einbringen, müssen sich auch die Recruiter die Zeit nehmen, um der Bewerbung gerecht zu werden. Wenn Sender und Empfänger hier unterschiedlich aufgestellt sind, verlieren sonst wohlmöglich beide Seiten.

    Vernünftig ausgearbeitete Recruitingprozesse sollten deshalb verhindern, dass individuelle und persönliche Bewerbungen aussortiert werden. Prozesse sollen Menschen unterstützen, aber doch nicht das Menschsein verhindern.

    Viele Grüße
    Karl-Heinrich Bruckschen

    1. Hallo Herr Bruckschen,

      vielen Dank! Ja, machmal denke ich auch über das Henne-Ei-Problem nach und natürlich kann es sein, dass sich Bewerber mit solchen sehr persönlichen Bewerbungen ohne Fachbegriffe-Dropping aus dem Rennen schießen, aber mein Verstand sagt mir, dass Firmen, die nur Begriffe abhaken, auch keine Arbeitgeber sind, die mit dem Bewerber als Menschen wertschätzend umgehen. Sicherlich gibt es auch Bewerber, denen das egal ist und die sich in solchen Unternehmenskulturen gut augefhoben fühlen – was weiß ich schon, was für jeden gut ist? ;-)

      Ich wäre es nicht und ich bin auch der festen Meinung, dass gute (=effiziente) Prozesse und Menschsein keine gegensätzlichen Pole sind, sondern erst in sinnvoller Kombination ihre volle Wirkung im Sinne eines Nutzens für ein Unternehmen entfalten.

      Viele Grüße
      Bernd Slaghuis

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