Denkfehler Bewerber

Diese 10 fatalen Denkfehler bringen Bewerber um den Traumjob

Sie kassieren eine Absage nach der anderen und mit dem neuen Job will es einfach nicht klappen? Dabei bewerben Sie sich aus Frust schon auf Stellen, die eigentlich weit unter Ihrem Niveau liegen und Ihre Gehaltsvorstellung haben Sie auch längst runtergeschraubt? Sicher liegt es daran, dass Sie keinen roten Faden im Lebenslauf haben und auch keine frische Dreißig mehr sind. Was denken Sie denn? – Diese und andere Gedanken plagen viele Bewerber, wenn sie nach Erklärungen suchen, warum sie mit ihrer Qualifikation und Berufserfahrung einfach nicht beim potenziellen neuen Arbeitgeber punkten können. Dass sie sich so immer tiefer in eine Haltung manövrieren, mit der sie als Kandidat immer schwächer werden, das bemerken viele von ihnen nicht. Hier sind die 10 größten Denkfehler, mit denen sich Bewerber unnötig selbst im Weg stehen:

1. Ich erfülle die Anforderungen an die Stelle nicht

Täglich erscheinen in den Jobbörsen Tausende neue Stellenangebote. Jeden Morgen gehen E-Mails mit Jobs entsprechend gespeicherter Suchprofile bei Millionen von Wechselwilligen ein und präsentieren die aktuellsten Offerten. Jeder einigermaßen spannend klingende Jobtitel wird auf Passung hin untersucht. In der nächsten Sekunde dann meist die Ernüchterung: Passt nicht! Ob geforderte Berufserfahrung, ein bestimmtes Studium oder die Kenntnis spezieller Software, die Gründe für das Gefühl, die Anforderungen nicht zu erfüllen, machen sich schnell breit. Manchmal kommt es mir im Gespräch mit Bewerbern so vor, als ob sie gerade nach Gründen suchen, sich nicht auf eine Stele zu bewerben – und weiter auf den einen Traumjob zu warten.

Besonders Frauen lassen sich oft durch das Anforderungsprofil einer Stellenausschreibung abschrecken und bewerben sich nicht, weil sie glauben, nicht zu 100% zu passen. Auch solchen Bewerbern ist eine möglichst hohe Passung wichtig, die Wert auf ihre Außenwirkung legen oder perfektionistisch veranlagt sind. Sie empfinden es als unangemessen oder anmaßend, eine Bewerbung zu verschicken, die nicht alle Anforderungen erfüllt.

Mein Tipp: Werfen Sie eine Stellenanzeige nicht sofort in den Papierkorb, sobald Sie glauben, dass Ihnen eine Qualifikation fehlt. Ist der Arbeitgeber für Sie attraktiv, klingt die Stelle spannend und trauen Sie sich selbst die Aufgaben zu, die Sie mit der Position verbinden, dann gehen Sie einen Schritt weiter: Was genau bringen Sie hierfür mit und was ist es wirklich, wovon Sie glauben, dass es Ihnen noch fehlt?

Welche Bedeutung haben zwei nicht vorhandene von zehn Jahren geforderter Berufserfahrung? Glauben Sie, dass verhandlungssicheres Englisch wirklich für die Position als Marketing-Referent bei einem deutschen, mittelständischen Unternehmen nötig ist?

Wenn Sie die Stelle wirklich reizt, dann setzen Sie sich weiter mit dem Unternehmen und der Position sowie Ihrer echten Motivation für diesen Job auseinander. Finden Sie heraus, ob eine fehlende Qualifikation wirklich das Aus Ihrer Bewerbung bedeuten würde. Vielleicht ist es auch sinnvoll, beim Unternehmen anzufragen und das Qualifikationsprofil zu klären.

2. Ich habe keinen roten Faden im Lebenslauf

Vor einer Woche war ich in Berlin auf der Karrieremesse Sticks & Stones. Neben meinem Vortrag „Bewerber, zeigt Kante!“ habe ich viele Kurz-Coachings für die Messebesucher gegeben. Es waren überwiegend junge Menschen dort, die am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen. Auffällig viele von ihnen machten sich im Gespräch mit mir Sorgen darüber, dass sie keinen roten Faden im Lebenslauf haben. Beim Blick in den Lebenslauf sah ich viele Auslandsaufenthalte, verschiedene Praktika, Wechsel der Studienrichtungen oder erste Berufserfahrungen in unterschiedlichen Branchen – und war beeindruckt.

Woher stammt dieses Verlangen nach dem roten Faden? Ich habe eine Hypothese: Bewerber sitzen in Vorstellungsgesprächen und bekommen das Gefühl vermittelt, sich für jeden Wechsel des Arbeitgebers, einen Abbruch des Studiums oder sogar für die Entscheidung für ein bestimmtes Praktikum erklären zu müssen. Das stresst und bringt sie in ein Rechtfertigungsgefühl. Schnell macht sich die Annahme breit, dass ein geradliniger Lebenslauf mit rotem Faden gut ist und alle anderen Lebensläufe schlecht sind. Liebe Bewerber, wo steht das geschrieben oder wer sagt das?

Ja, ein krummer Lebenslauf ist für Recruiter nicht so leicht verständlich und Sie als Bewerber werden damit weniger greifbar. Aber deshalb ist Ihr Lebenslauf nicht schlechter als der eines BWLers mit Bankausbildung und 5 Jahren Erfahrung in der Wirtschaftsprüfung. Sie können als Bewerber auch – und gerade! – ohne roten Faden Kante zeigen, aus der Masse der Kandidaten hervorstechen und sich als geeigneter Mitarbeiter präsentieren. Das funktioniert aber nur dann glaubhaft, wenn Sie es schaffen, den eigenen Denkfehler im Kopf ad acta zu legen.

3. Ich habe das Falsche studiert

Dieser Fall begegnet mir sogar bei Bewerbern Mitte 40, die auf 20 Jahre Berufserfahrung zurückblicken. „Hätte ich doch damals nicht … studiert, dann würde ich jetzt nicht bei Ihnen sitzen.“ Oft sind es  Studiengänge wie Philosophie, Germanistik, Kunstgeschichte oder Literaturwissenschaft. Bei jedem Anflug von vermeintlichem Karriere-Knick oder Misserfolg als Bewerber wird das Studium verantwortlich gemacht.

Ja, vielleicht ist es für Literaturwissenschaftler schwer, in der Industrie einen Job zu bekommen und vielleicht haben es Germanisten auch schwerer als Absolventen „beliebter“ Studiengänge. Aber nur mal angenommen, Ihr (verhasstes) Studium hätte auch etwas Gutes, was könnte das sein? Und wie könnte vielleicht auch Ihr nächster Arbeitgeber genau davon profitieren? Haben Sie eine Idee ..?

Es bringt Sie als Bewerber nicht weiter, eine als Fehlentscheidung empfundene Ausbildung immer wieder für Ihr heutiges Problem verantwortlich zu machen. Außerdem werden Sie mit diesem Denkmuster im Kopf im Bewerbungsgespräch keine gute Figur machen. Auch hier gilt: Wer definiert wirklich, was falsch oder richtig ist? Auch diese Bewertung findet vor allem in Ihrem Kopf statt!

4. Ich bin zu alt für einen Wechsel

Neulich auf einer Messe saß mir ein 35-jähriger, gut ausgebildeter und hoch qualifizierter Bewerber gegenüber, der sich zu alt für einen Jobwechsel fühlte und fest daran glaubte, gegen jüngere Kandidaten schlechte Chancen zu haben. Auch wenn dies ein Extremfall ist, erkenne ich einen Trend: Obwohl die Lebensarbeitszeit länger wird – zumindest der Renteneintritt später – haben Berufstätige immer früher das Gefühl, zum alten Eisen auf dem Arbeitsmarkt zu zählen. Eine kritische Grenze scheint 50 Jahre zu sein.

Ja, es ist in manchen Positionen für einen 50-jährigen Bewerber schwieriger als für einen jungen Hochschulabsolventen, den neuen Job zu bekommen. Und ja, manche Personalabteilungen sortieren Bewerber in der ersten Runde nach der Formel Geburtsjahr < 1966 blind aus. Eine Entwicklung, die ich besorgniserregend finde und von der ich überzeugt bin, dass solche Unternehmen schon bald die Grenzen ihrer Jugendwahn-Politik zu spüren bekommen. Gleichzeitig lese ich ebenso, dass Konzerne ihre Rentner zurückholen, um das wertvolle Erfahrungswissen zu konservieren.

Ob Sie zu alt für einen Wechsel sind, das entscheiden Sie. Auch, ob Sie die nächsten 15 Jahre im gehassten oder langweiligen Job bis zur Rente durchhalten möchten oder ob Sie als Chef Ihres eigenen Lebens etwas verändern. Je älter Sie als Bewerber sind, desto größer sind Ihr Erfahrungsschatz und Ihre eigene Klarheit, was Sie wollen und wohin Sie gut passen. Sie werden eine andere Bewerbungsstrategie als alter Hase brauchen als noch vor 20 Jahren. Doch dass Sie scheitern werden und niemals mehr wechseln können, weil Sie zu alt sind, auch das ist zunächst einmal nur ein weiterer Denkfehler in Ihrem Kopf.

5. Ich muss den Personaler von mir überzeugen

„Ich hoffe, ich konnte Sie von meinen Fähigkeiten überzeugen.“ So lese ich es häufig am Ende des Anschreibens. Geht es denn wirklich darum, einen Personaler zu überzeugen? Ich bin der Meinung, damit machen Sie sich als Bewerber klein und mit Augenhöhe hat das nichts zu tun. Doch viel wichtiger als das geschriebene Wort im Anschreiben ist für mich die Haltung, die Sie als Bewerber verkörpern.

Wer überzeugen will, der macht sich Druck und fällt in eine Rechtfertigungsposition. Und genau so klingen heute viele Anschreiben: Eine Aneinanderreihung von Rechtfertigungen zu Fachwissen und Erfahrungen, genau der Richtige für einen Job zu sein.

Wenn Sie schon länger meinen Blog verfolgen, dann wissen Sie, dass ich der Auffassung bin, dass sich beide Seiten als gleichwertige Interessenten im Bewerbungsprozess prüfen. Es geht hier nicht um den überzeugenden Verkäufer, der Ihnen im Shopping-Kanal einen Staubsauger aufschwatzt, sondern im Idealfall um den Beginn einer auf Vertrauen und Wertschätzung basierenden, guten Zusammenarbeit. Wenn überhaupt, dann müssen beide Seiten überzeugen.

6. Ich darf nicht zu viel von mir preisgeben

Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut es Bewerber schaffen, mit der Masse zu schwimmen. Bloß nicht auffallen scheint eine beliebte Devise zu sein. Denn wer auffällt, wird aussortiert, so der Glaube. Dass vor allem solche Bewerber zu Gesprächen eingeladen werden, die aus der Masse hervorstechen, für Personaler greifbar sind und es schaffen, ihnen das Gefühl des Besonderen zu vermitteln, das ist aber auch jedem klar.

Dennoch überwiegt die Angst, zu viel von sich selbst preiszugeben, das zu einem Aus im Bewerbungsprozess führen könnte. Und so verschweigen die meisten Bewerber dem Personaler, warum sie echt Bock auf diese Stelle haben, was ihnen im Job wirklich wichtig ist, welche Ziele sie haben und was sie vielleicht sogar von ihrem neuen Arbeitgeber erwarten. Alles zu gefährlich?

Entscheiden Sie selbst, was Sie preisgeben und wie Sie damit auch Kante zeigen oder ob Sie weiter mit der Masse schwimmen und darauf hoffen möchten, dass auch das blinde Huhn ein Korn findet.

7. Ich darf keine kritischen Fragen stellen

Dieser Denkfehler hat einen ähnlichen Hintergrund wie die Befürchtung, zu viel von sich preiszugeben. Welche Fragen Sie als Bewerber stellen dürfen sollten, dazu hatte ich hier geschrieben. Auch, dass ich der Meinung bin, dass Sie nur so herausfinden können, ob das Unternehmen, der neue Chef und die Position wirklich zu Ihnen passen.

Warum ist in den Köpfen der meisten Bewerber immer noch so fest verankert, dass sie im Gespräch ungefragt keine Fragen stellen dürfen? Lese ich Statements von Personalchefs, wünschen sie sich eine  kritische Auseinandersetzung der Bewerber mit dem Unternehmen und Kandidaten, die im Gespräch aktiv nachfragen. Wann verschwinden endlich die Warnungen ausgedienter Bewerberratgeber des letzten Jahrhunderts aus den Köpfen, dass Sie als Bewerber nur nach Aufforderung am Ende des Gesprächs ein paar unverfängliche Fragen stellen dürfen?

8. Ich muss nehmen, was mir angeboten wird

Einige Bewerber nehmen erst mit mir Kontakt auf, wenn das Jobangebot auf dem Tisch liegt. Sie stecken in einer für sie schwierigen Entscheidungssituation und möchten eine Einschätzung, was sie tun sollen. Oft erklären sie mir, warum es doch nicht so richtig passt oder dass ihr Bauchgefühl ihnen zur Vorsicht rät. Meist schildern sie mir Erlebnisse aus Vorstellungsgesprächen, die sie daran zweifeln lassen, ob die Entscheidung für diesen Job richtig ist. Zum Teil steckt auch die Hoffnung dahinter, dass morgen der echte Traumjob um die Ecke kommt und sie sich diese Chance heute nicht verbauen möchten.

Besonders dann, wenn Bewerber schon lange auf der Suche sind, ist die Versuchung groß, beim nächstbesten Angebot zuzugreifen. Mancher fühlt sich auch dem Unternehmen gegenüber verpflichtet, nach den vielen Gesprächen und der Zeit, die sie sich genommen haben, zuzusagen.

Dieser Denkfehler würde hier in meiner Liste nicht auftauchen, hätte ich nicht immer wieder Jobwechsler in der Beratung, die mir erzählen, dass sie die letzte Stelle eigentlich nicht hätten annehmen sollen. Weil schon damals das Bauchgefühl nicht stimmte oder sogar der Kopf eigentlich Nein sagte.

Hören Sie auf Kopf und Bauch und setzen Sie sich ehrlich mit allen Gedanken und Bedenken auseinander, die Sie beschäftigen. Bewerten und reflektieren Sie dies vielleicht auch mit einem neutralen Dritten. Oft sind es wichtige eigene Werte, die so schon vor dem ersten Arbeitstag verletzt werden. Versuchen Sie herauszufinden, was Sie stört und klären Sie diese Punkte erst für sich selbst und dann mit dem potenziellen neuen Arbeitgeber. Am Ende dürfen beide Seiten zu dem Ergebnis kommen, dass es nicht passt – auch Sie als Bewerber!

9. Ich muss meine Ansprüche mit der Zeit runterschrauben

Je größer der Bewerbungsfrust, desto stärker dominiert dieser Denkfehler das Verhalten. Bewerber, die über Monate immer wieder Absagen kassieren, verändern ihre Bewerbungsstrategie, indem sie sich auf minderwertigere Positionen bewerben oder mit der Gehaltsvorstellung nach unten gehen. Ihre Logik ist, dass sie damit für Arbeitgeber attraktiver werden und häufiger eingeladen werden.

Doch die tatsächliche Konsequenz ist, dass sie damit noch weniger auf die Positionen passen, weil sie aus Sicht der Arbeitgeber überqualifiziert sind oder sich auffällig unter Wert verkaufen. Den Typ „verzweifelter Bewerber“ sucht kein Arbeitgeber.

Haben Sie das Gefühl, aus Verzweiflung Ihre Ansprüche runter zu schrauben, dann stellen Sie Ihre momentane eigene Haltung und auch Ihre aktuelle Bewerbungsstrategie kritisch auf den Prüfstand. Was können Sie anders machen als bisher, ohne dabei in die Denkfalle „Verzweiflungstäter“ zu geraten?

10. Ich habe ja eh keine Chance

Zum Schluss darf diese Denkfalle nicht fehlen. Eine Haltung des Bewerbers als armes Opfer, dem doch endlich jemand diese eine Chance geben muss. Ihnen als Leser wird hier sicher klar sein, dass diese Gedanken so wohl kaum zum neuen Job führen.

Vor dem perfekten Anschreiben und dem besten Lebenslauf ist hier vor allem Aufbauarbeit an der Haltung gefragt. Die bewusste Fokussierung auf Positives und Erfolge, die Erinnerung an die eigenen Stärken und Kompetenzen und Klarheit über die eigenen Werte und Ziele im Leben und im Beruf. Und ebenso die Beschäftigung mit den eigenen Schwächen und solchen Gedankenmustern, die daran hindern, den beabsichtigten Weg zu gehen.

Wie bei allen diesen zehn Denkfallen gilt auch hier: Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie daran glauben und sich damit im Bewerbungsprozess selbst im Weg stehen (wollen) oder ob Sie bewusst diese und andere Denkmuster ablegen und durch eine selbst-bewusste Haltung ersetzen, mit der Sie größere Chancen haben, eine passende neue Position bei Ihrem nächsten Arbeitgeber zu finden.

 

Dr. Bernd Slaghuis

Ich arbeite als Karriere- und Business-Coach in Köln und habe mich auf Fragen rund um die Karriereplanung und Neuorientierung spezialisiert. Mit Bewerbern arbeite ich an ihrer Bewerbungsstrategie, der Optimierung ihrer Unterlagen sowie der Vorbereitung auf Gespräche. Führungskräfte unterstütze ich, zu einer gesunden Grundhaltung zu finden. Ich halte Vorträge, gebe Seminare, moderierere Workshops und schreibe außerhalb dieses Blogs für diverse Karriere- und Management-Magazine.

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

  1. Beim Lesen des Artikels fühlte ich mich voll ertappt. Bei den nächsten Bewerbungen werde ich mir den Artikel in Erinnerung rufen.

  2. Schönen guten Abend Herr Dr. Slaghuis.
    Es freut mich sehr, dass auch Sie eine andere Herangehensweise bezüglich Bewerber und deren Bewerber-Selbstverständnis unterstützen.
    Es ist allerdings, vornehmlich in mittelständischen Unternehmen mit eigener Personalabteilung leider noch immer so, dass hier altes und „anscheinend“ bewährtes Gedankengut für die Personalentscheidung herangezogen wird.
    Hier wäre es mehr als wünschenswert, dass auch hier endlich eine neue „Denke“ Einzug hält, da speziell diese Unternehmen die größte Arbeitnehmeranzahl in Deutschland stellen.
    Beste Grüße
    Günther Krämer

  3. Hallo und guten Tag Herr Dr. Slaghuis,

    da kann ich mich dem Herrn Krämer nur anschließen. Gerade im Mittelstand herrschen überwiegend veraltete Strukturen und altes Gedankengut. Leider sind gerade die Personalabteilungen in diesen Unternehmen daran besonders beteiligt. Ein Lebenslauf mit einem durchschnittlichen ‚Wechselrhythmus‘ von vier Jahren und dazu der regelmäßige Branchenwechsel gilt bei den meisten als unstetig und ist für den Betrachter oft irritierend. Die Verfolgung einer konsequenten beruflichen Entwicklung, egal welche Branche, wird dabei oft übersehen.

    Ich bin bei den Punkten Ihres Artikels ganz auf Ihrer Seite, Herr Dr. Slaghuis. Der Artikel bearbeitet genau die Gedanken, die ich in den letzten Wochen zu diesem Thema hatte. Bin gespannt, wo wir in zehn Jahren stehen.

    Beste Grüße

    Ralf Hemmersbach

  4. Hallo Herr Slaghuis,

    erst heute bin ich auf Ihren Artikel aufmerksam geworden und es kommt mir wie das perfekte Timing vor.

    Ich bin 49 und derzeit auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Vergangene Woche und heute hatte ich jeweils ein Gespräch mit einem potentiellen Arbeitgebern geführt. In beiden Fällen werde ich von meiner Seite absagen, da mein Bauchgefühl mir von Anfang an ein „Nein“ gesendet hat.

    Ja, es haben sich Zweifel in mir breit gemacht, ob ich auch das Richtige tue; ob ich nicht besser ein Angebot annehme, als noch länger zu suchen und weiter ohne Job zu sein.
    Doch genau Ihr Artikel hat mich bestärkt, auf genau diesen „Bauch“ zu hören, selbstbewusst zu sein und weiter zu suchen bis sich das Passende findet. Vielen Dank dafür.

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